Die Racing Bulls zementierten in Spanien erneut ihre starke Position im Formel 1-Mittelfeld. Eine Woche nach seinem sechsten Platz in Monaco beendete Isack Hadjar das Rennen in Barcelona als Siebter. Für den Rookie ist es das dritte ertragreiche Rennwochenende in Folge. In der Fahrerwertung arbeitete sich der Franzose auf den neunten Rang nach vorne.
"Es fühlt sich noch immer fantastisch an. Nicht wirklich wegen der Punkte, sondern wegen des guten Rennens", freute sich Hadjar nach dem Spanien-GP. "Wir wussten, dass wir einen Pace-Vorteil gegenüber den Mittelfeld-Autos haben." Diese Überlegenheit wusste der 20-Jährige zu nutzen und hielt über weite Strecken dem Druck von Nico Hülkenberg im erneuerten Sauber-Boliden stand.
"Es ist das beste Rennen, was wir hätten machen können", fasste der Racing-Bull-Pilot zusammen. "Es ist bloß schade, dass uns Nico auf neuen Reifen noch bekommen hat. Er war deutlich zu schnell." Zu dem Zeitpunkt verlor Hadjar seinen siebten Rang, bekam ihn jedoch durch die nachträgliche Zeitstrafe gegen Max Verstappen wieder zurück.
Mit dem Spanien-Ergebnis schloss Hadjar die ersten drei Europa-Rennen äußerst erfolgreich ab: "Ich hätte mir keinen besseren Triple-Header vorstellen können. Drei Punkteresultate in Folge sind großartig." Nicht nur sich selbst, sondern auch seinen VCARB 02 sieht der Red-Bull-Junior auf einer Erfolgswelle. "Wir wissen, wie wir die Pace aus dem Auto herausholen. Das Momentum ist großartig."
Piastri-Vorfall bringt Lawson in ungünstige Position

Bei Isack Hadjar lief alles nach Plan. Auf der anderen Seite der Racing-Bull-Garage musste Liam Lawson hingegen einen Dämpfer hinnehmen. Nach Platz acht in Monaco verfehlte er in Spanien als Elfter knapp die Punkteränge. "Von unserer Seite war es wirklich ein starkes Rennen. Wir waren bloß in der falschen Position", so Lawson.
Der Neuseeländer spielte auf den Beginn der Safety-Car-Phase in Runde 56 an. Nach Kimi Antonellis technischen Ausfall in Runde 55 bog Oscar Piastri zum Reifenwechsel in die Boxengasse ab. Der Führende kam auf Höhe von Lawson wieder auf die Strecke und durfte bei der Boxenausfahrt voll durchbeschleunigen.
Bei der entscheidenden Safety-Car-Linie hatte Piastri die Nase vorn und Lawson musste sich dahinter in der Safety-Car-Schlange einreihen. Andersherum hätte der Racing-Bull-Fahrer vor Piastri bleiben dürfen und wäre noch am Safety Car vorbeigelassen worden. "Da haben dann alle vor uns gestoppt. Und wir hatten das Nachsehen", erklärte Lawson. Mit einem Boxenstopp nach der ersten SC-Runde hätte Lawson zu viele Positionen verloren.
Racing Bulls begehen Strategie-Fehler

Was Lawson allerdings nicht bedachte: Den Racing-Bulls-Strategen hätte auffallen müssen, dass Lawsons Verfolger bereits deutlich länger mit ihren Reifen unterwegs waren und ohne weiteren Reifenwechsel große Probleme bekommen hätten.
Fernando Alonso war zwar nur zwei Runden länger auf Soft unterwegs, doch Oliver Bearman und Carlos Sainz stoppten neun beziehungsweise zehn Runden vorher. Falls sie nicht in die Box gekommen wären, hätte Lawson immerhin anhand der Pace seines Autos und frischer Soft-Reifen noch gute Chancen gehabt. Doch so befand sich Lawson in einer aussichtslosen Position.
Mit frischeren Reifen ging Alonso nach dem Restart an Lawson vorbei und verdrängte ihn auf den undankbaren elften Platz. "Wir hätten Punkte holen müssen. Das ist einfach frustrierend", war Lawson bedient. "Es nervt, das [Ergebnis; d. Red.] nach all der Arbeit im Rennen zu haben."
Die Kollision zwischen Max Verstappen und George Russell erhitzte in Barcelona die Gemüter. War es gar Absicht vom Niederländer? Christian fasst euch das Geschehene im Video zusammen:



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