Die einen zerbrechen sich seit Tagen den Kopf darüber, die anderen wollen sich erst am Samstagabend damit beschäftigen. Gemeint ist die neu eingeführte Regel, dass im Grand Prix von Monaco drei Reifensätze zum Einsatz kommen müssen. Das heißt, die Piloten müssen am Sonntag mindestens zwei Mal ihre Box zum Reifenwechseln ansteuern. Damit will die FIA aus dem traditionell überholfeindlichen Circuit de Monaco mehr Spannung herauskitzeln.
Sportlich richtig? Marko stellt das in Frage
Die Teams haben im Vorfeld bereits diverse Szenarien durchgespielt. Wie Dr. Helmut Marko verriet, könnte auch die jeweilige Positionierung der Teams in der Boxengasse eine strategische und somit rennentscheidende Rolle spielen. "Die Boxengasse ist extrem eng. Wenn jetzt die ersten reinkommen, die können ja überhaupt nicht wieder rausfahren, sondern da muss erst das ganze Feld vorbeifahren. Das kann für die Spannung und das Resultat einiges bewirken, aber ob das aus sportlicher Sicht richtig ist, ist eine andere Frage", meinte der Österreicher.
Das Worst-Case-Szenario, das der Red-Bull-Motorsportberater anspricht: Max Verstappen biegt als Erster zur Box und während seine Mechaniker in Sekundenschnelle die Reifen wechseln, folgen weitere Piloten dem Beispiel von Verstappen und biegen ebenfalls in die Box ab. Um kein Unsafe release und eine Strafe zu riskieren, müsste Verstappen alle hereinkommenden Autos vorbeilassen. Dabei könnte er ein, zwei Sekunden verlieren, die für den Rennausgang entscheidend sind. Für den Österreicher haben daher die Teams, die weiter hinten in der Boxengasse stehen, einen strategischen Vorteil. "Aber darauf bauen, kannst du wohl auch nicht", urteilte Dr. Marko.

Die Aufteilung der Boxen in der Formel 1 erfolgt nach dem Endstand der Konstrukteurswertung des Vorjahres. Das heißt: McLaren, der Konstrukteursweltmeister von 2024, steht in der Box, die am weitesten von der Start-Ziel-Linie entfernt ist. Auf McLaren folgen Ferrari, Red Bull und Mercedes. Je weiter hinten ein Team in der Konstrukteurswertung 2024 platziert war, desto näher befindet sich die Box zur Start-Ziel-Linie.
Der Trainingsfreitag glich für Red Bull einer Achterbahnfahrt. FP1 Top, FP2 Flop. Ferrari schien außer Reichweite. Kann Verstappen zumindest McLaren schlagen? Mehr dazu gibt's hier:



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