Beim Europa-Auftakt der Formel 1 in Imola überraschten Fernando Alonso und Aston Martin mit Platz fünf im Qualifying. Gebracht hat die hervorragende Ausgangslage allerdings nichts. Der Asturier kam nach viel Strategie-Pech auf P11 ins Ziel und ging zum wiederholten Male leer aus. "Ich bin der unglücklichste Fahrer der Welt!", hatte der Routinier deshalb im Emilia-Romagna-GP geschimpft. F1-Experte Christian Danner geht mit dieser Einschätzung allerdings nicht mit.
"Ich nehme ihm das nicht ganz ab, sondern das war natürlich auch der Situation geschuldet", erklärte Danner im AvD Motorsport-Magazin . "Das hat halt dazu geführt, dass er leicht selbstironisch sich als den unglücklichsten Fahrer der Welt bezeichnet hat." Im Gegensatz zu Alonso hat dessen Teamkollege Lance Stroll immerhin 14 WM-Punkte eingefahren.
Trotz des bisher unrühmlichen Alonso-Jahres kann Danner der Situation sogar Positives abgewinnen: "Ich finde das eigentlich sehr witzig und sehr schön, dass er dann auch mal so in sich geht und sagt: 'Das kann doch nicht wahr sein.'" Der 43-Jährige ist in dieser Saison wahrlich nicht mit Glück gesegnet. Trotz einer teaminternen Qualifying-Bilanz von 8:1 pro Alonso steht Aston Martin ausschließlich durch Lance Stroll auf P7 der Konstrukteurswertung.
Danner: Alonso hätte Punkte in Imola holen müssen

Ohne besondere Vorkommnisse hätte es für Alonso im Imola-Rennen für Punkte gereicht. Der Aston Martin war deutlich konkurrenzfähiger als noch in Miami - die Updates zeigten Wirkung. Alonso war Fünftschnellster im Qualifying und hielt im Rennen sogar mit McLaren-Pilot Lando Norris mit.
"Er ist sehr gut gefahren und er hätte auf jeden Fall Punkte holen müssen", bilanzierte Danner nach dieser Leistung. Allerdings machte der technische Ausfall von Haas-Fahrer Esteban Ocon und das dadurch ausgelöste Virtuelle Safety Car dem zweifachen Weltmeister einen Strich durch die Rechnung. Die Konkurrenz ohne Reifenwechsel um Carlos Sainz, Isack Hadjar und Co. verlor unter VSC zehn Sekunden weniger beim Boxenstopp und zog virtuell an Alonso vorbei.
Der unglücklichste Fahrer der Welt sei er dadurch Christian Danner zufolge nicht. "Es zeigt ja nur, dass er noch voll bei der Sache ist. Weil das Schlimmste, was passieren kann, ist die - ich sage jetzt mal - Stroll'sche Gleichgültigkeit", spielte der F1-Experte auf Teamkollege Lance Stroll an. "Und das finde ich toll nach all den Jahren. Dem ist gar nichts egal."
Nach dem Imola-Rennen sehen die WM-Aussichten für Red Bull deutlich besser aus. Christian Danner traut Max Verstappen nun auch den fünften WM-Titel in Folge zu:



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