Die Formel 1 muss am Donnerstag in Imola ausgerechnet auf einen der Helden des Heim-Teams verzichten. Wie Ferrari am Donnerstagmittag bestätigte, fehlt Charles Leclerc am ersten offiziellen Tag zum Emilia-Romagna-GP krankheitsbedingt. Alle seine Termine werden abgesagt, er wird gar nicht an die Stecke kommen.
Ferrari versichert aber, dass es nicht weiter schlimm sei. Momentan deutet nichts darauf hin, dass Leclerc an dem wirklich wichtigen Teil - den Sessions auf der Strecke - nicht teilnehmen kann. Wenn die Formel 1 am Freitag um 13:30 Uhr ins 1. Freie Training startet, soll er fahrbereit im Auto sitzen und das ganze Imola-Wochenende bestreiten.
Grundsätzlich ist für Formel-1-Fahrer auch donnerstags die Anwesenheit an der Rennstrecke verpflichtet. Zum einen schreibt das Reglement vor, dass jeder Fahrer eine Presserunde für anwesende Journalisten abhalten muss. Zum anderen nutzen die Teams den Tag üblicherweise zum Produzieren von eigenen Promo-Aktionen oder Treffen für Partner, Sponsoren oder Fans.
Wer die Medien-Termine schwänzt, der könnte in der Theorie sogar bestraft werden. Wer aber krankheitsbedingt absagen muss, der wird üblicherweise entschuldigt. Max Verstappen durfte in Miami auch den Donnerstag auslassen, um bei der Geburt seiner Tochter dabei zu sein.
Für den aktuell unwahrscheinlich erscheinenden Fall, dass es Leclerc morgen schlechter gehen sollte und er tatsächlich den Start zurückziehen müsste, hat Ferrari ausreichend Ersatzfahrer mit F1-Erfahrung parat. Notnagel Nummer eins in Imola dürfte Antonio Giovinazzi sein. Der 62-fache GP-Starter hat erst vor einer Woche im Ferrari-Werks-Hypercar das WEC-Rennen von Spa gewonnen. Alternativ hat Ferrari auch noch den Ex-Sauber-Piloten Zhou Guanyu in der Hinterhand.



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