Position acht klingt in Anbetracht der letzten Monate der Vorgänger bei Red Bull für Yuki Tsunoda akzeptabel. Doch Max Verstappen steht im selben Auto auf der Pole-Position. Tsunoda fehlt knapp eine Sekunde auf seinen Teamkollegen. Besonders frustriert zeigt er sich mit dem Fahrverhalten des Red Bull RB21 am Limit. Zu viele Quersteher ruinieren seine Runden.

Yuki Tsunoda: Immer wieder unvorhersehbare Quersteher!

Auch auf seiner finalen Qualifying-Runde in Saudi-Arabien hatte Tsunoda mit Querstehern zu kämpfen. “Ich hatte in Kurve 4 einen großen Quersteher. Das frustriert mich. Wenn ich mehr pushe, passieren immer diese unvorhersehbaren Quersteher", so Tsunoda.

Daraus resultierte der übermäßig große Abstand zu Verstappen, denn in den meisten Sessions war der Abstand zu Verstappen geringer. In Q2 und Q1 waren es etwa fünf Zehntel. In FP3 waren es nur drei.

"Vielleicht nehme ich zu viele Anpassungen in den freien Trainings vor, wenn die Strecke grün ist. Sobald der Grip mehr wird, wird es schwieriger am Limit zu fahren. Das ist wohl das größte Learning."

Yuki Tsunoda: Es entstehen nur unordentliche Runden

Besonders im ersten Sektor kann schon ein kleiner Quersteher für massiven Zeitverlust sorgen. Denn dort fließen die Kurven ineinander über. Ein Quersteher in einer Kurve bedeutet somit Zeitverlust in den folgenden Kurven.

"Es ist schwierig einzuschätzen, wo das Limit liegt. In Q3, wenn es darauf ankommt, pushst du eben hart und gehst ans Limit. Aber aktuell ist es einfach schwierig dieses Limit zu finden. Es entstehen einfach nur unordentliche Runden und das ist frustrierend", sagt Tsunoda.

Die Stadtcharakteristik hilft Tsunoda, der noch nicht ganz vertraut mit dem Auto ist, ebenfalls nicht. "Die Wände sind auch sehr nah, also kannst du etwas mehr rausholen, wenn du dich im Auto komfortabel fühlst."

Tsunoda erwartet kein leichtes Rennen

Punkte dürften für Tsunda dennoch machbar sein. Zwar startet Lando Norris hinter ihm, mit Carlos Sainz im Williams aber auch ein eigentlich langsameres Auto vor ihm. Ein Wunder erwartet Tsunoda im Rennen allerdings nicht.

"Das Setup ist mehr in Richtung Longrun, also habe ich da etwas mehr Hoffnung. Aber wir hatten im Longrun jetzt auch keine großartige Pace, es wird also nicht einfach."

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