Auch in Saudi-Arabien gelingt Ferrari nicht der Sprung an die Spitze. Charles Leclerc bleibt ein gutes Stück hinter der Spitze und wird vierter. Lewis Hamilton kämpft sich nach schwierigen Trainingssessions zumindest auf Position sieben. Doch die Erkenntnis ist auch in Saudi-Arabien: Dem SF-25 fehlt weiterhin das Tempo im Vergleich zur Formel-1-Konkurrenz.

Charles Leclerc: Bin weit davon entfernt, zufrieden zu sein

Charles Leclerc fehlten wieder über drei Zehntel auf die Pole. Schon in Bahrain waren die Abstände ähnlich. Diesmal auf Max Verstappen im Red Bull. Wäre Lando Norris nicht gecrasht, wäre es wohl nur Platz fünf geworden. Für Leclerc und Ferrari war das wohl das Maximum.

"Ich bin weit entfernt davon zufrieden zu sein. Wenn du alles gibst und dann vierter bist, ist es enttäuschend", so Leclerc.

"Aber das ist das Maximum was geht. Wir haben einfach nicht die Geschwindigkeit der anderen. Auf solchen Strecken haben wir uns mehr erhofft”, resümiert Leclerc bei Sky. Eine Lösung für das Pace-Problem scheint Ferrari in naher Zukunft nicht parat zu haben.

Den größten Teil der Zeit verliert Leclerc eindeutig im ersten Sektor. Danach verliert er im Verlauf der Runde. Nach dem ersten Sektor verliert er noch drei Hundertstelsekunden auf seiner Runde. Lewis Hamilton verliert ebenfalls das meiste in Sektor 1 (sechs Zehntel), in den beiden anderen Sektoren insgesamt noch drei Zehntel.

Leclerc hofft auf Podest in Saudi-Arabien

Verstappen oder Piastri dürfte Leclerc im Rennen nur schwer etwas entgegensetzen können. Dazu dürfte auch Lando Norris im späteren Teil des Rennens hinter dem Monegassen auftauchen. Ein Podium schließt Leclerc dennoch nicht aus.

“Ich erwarte keine Wunder. Das Podium ist möglich, aber es hängt viel vom Start ab. Wir müssen George überholen und dann schauen”, sagt Leclerc.

Lewis Hamilton: Bin froh in Q3 zu kommen

Lewis Hamilton fehlt über eine halbe Sekunde auf seinen Teamkollegen. Der Rekordweltmeister startet auch hinter Carlos Sainz im Williams. "Es war eine Herausforderung wie aktuell immer für mich. Ich war irgendwo im Nirgendwo das gesamte Wochenende und fast in jeder Session hinten", so Hamilton.

Nach dem Trainingsfreitag hatte der Brite sogar Zweifel daran ins Q3 zu kommen. Zumindest das schaffte er, allerdings nur mit sieben Tausendstelsekunden Vorsprung auf Alexander Albon. "Ich bin dankbar dafür, dass ich überhaupt in Q3 gekommen bin."

Für das Rennen sind Hamiltons Aussichten nicht viel rosiger. Auch auf die längere Distanz hinkte Hamilton gegenüber Leclerc in den letzten Rennen stets hinterher. "Ich hoffe, dass ich etwas nach vorne komme. Wenn das nicht passiert, muss ich hoffen, dass etwas Außergewöhnliches passiert und ich davon profitieren kann."

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