Für Mick Schumacher war das Qualifying zum Indy 500 am kommenden Wochenende nicht von Erfolg geprägt. Der IndyCar-Neueinsteiger belegte den 27. Platz bei der wegen Regens verschobenen Zeitenjagd am Sonntag. Die Pole Position schnappte sich der Vorjahressieger und amtierende Champion Alex Palou (Chip Ganassi Racing).
Schumacher, der die 500 Meilen von Indianapolis aus den hinteren Dreier-Startreihen aufnehmen wird, sagte: "Wir hätten uns natürlich gewünscht, etwas schneller zu sein. Ich weiß nicht genau, wo der Speed im Vergleich zu heute Morgen (im Training; d. Red.) geblieben ist. Heute Morgen sah es eigentlich ziemlich gut aus, das müssen wir verstehen."
Mick Schumacher: Vielleicht muss sich das Auto schärfer anfühlen"
Schumacher, der das berühmte Indy 500 - die nach Zuschauern größte Einzelsport-Veranstaltung der Welt - zum ersten Mal bestreiten wird, fügte an: "Das Auto fühlte sich im Qualifying gut an, aber vielleicht ist genau das nicht optimal. Vielleicht muss es sich etwas kritischer anfühlen. Insgesamt müssen wir das jetzt analysieren und hoffentlich ein gutes Auto für das Rennen haben."
Nicht nur für Schumacher lief es mäßig auf dem Ovalkurs, auch seine RLL-Teamkollegen gingen größtenteils leer aus. Der frühere Indy-500-Sieger Takuma Sato, der nur beim Saisonhighlight dabei ist, musste sich mit dem zwölften Startplatz begnügen. Der Brite Louis Foster belegte P21 und der erfahrene Graham Rahal mit P28 einen bitteren Rückschlag. Alle vier RLL-Piloten rückten wegen der nachträglichen Disqualifikation von Caio Collet und Jack Harvey einen Platz nach vorne.
Startaufstellung zum Indy 500 2026
IndyCar-Superstar Palou erreichte auf seinem Weg zur Pole Position einen Rundendurchschnitt von irren 373,763 km/h. Zum Vergleich: Schumacher kam bei seinem Vier-Runden-Stint auf durchschnittlich 'nur' 369,260 km/h. Hinter bzw. neben Palou starten Alexander Rossi (Ed Carpenter Racing) und David Malukas (Penske) aus der ersten Reihe.

RLL-Veteran Rahal: "Das ist wirklich schockierend"
RLL-Veteran Graham Rahal fand deutliche Worte zur ernüchternden Performance des Teams vor seinem 19. Start beim Indy 500: "Die Balance war nicht besonders gut, aber vor allem war die erste Runde etwa zwei Meilen pro Stunde langsamer als erwartet. Das ist wirklich schockierend. Auf dem Papier hätte das ein mittlerer oder hoher 31er-Schnitt sein müssen. Ich glaube, wir stehen alle ein bisschen unter Schock."
Takuma Sato, der RLL im Jahr 2020 den Sieg in Indianapolis bescherte, meinte: "Ich bin extrem enttäuscht über das Ergebnis. Das Potenzial und der Speed waren da. Aber heute haben wir als Team einen Fehler gemacht, indem wir ein Paket gewählt haben, von dem wir dachten, dass es für diese Bedingungen passt. Das Auto hatte dadurch zu viel Luftwiderstand und konnte den Speed nicht aufbauen. Jetzt müssen wir uns auf das Training am Montag konzentrieren, damit wir ein starkes Auto für das Rennen haben."
Du willst alle Breaking News und Hintergrund-Infos zur DTM, WEC, IndyCar, den 24-Stunden-Rennen und Co. bekommen? Dann abonniere jetzt unseren neuen und kostenlosen WhatsApp-Channel! Brandaktuelle News aus der Motorsport-Welt direkt auf dein Handy:



diese IndyCar Nachricht