Das Ergebnis des Formel-1-Rennens in Austin bleibt unverändert. Das geht aus der Verhandlung zwischen McLaren und den F1-Stewards hervor, bei welcher der Antrag des Teams für sein 'Recht auf Neubeurteilung' verhandelt wurde. Das Team aus Woking hatte vier Tage nach dem Grand Prix in Austin den rechtlichen Schritt gegen die Entscheidung der Rennkommissare eingelegt, die während dem Rennen eine Strafe gegen Lando Norris ausgesprochen hatten.
Norris wurde in Austin kurz vor Rennende mit einer 5-Sekunden-Strafe belegt, da er in den Augen der Stewards Red-Bull-Pilot Max Verstappen illegal außerhalb der Streckenlimits überholt hatte. McLaren wollte diese Entscheidung aber nicht so stehenlassen. Allerdings ist für eine Tatsachenentscheidung im Rennen kein Protest möglich, weshalb die Papaya-Orangen auf das 'Right of Review' zurückgriffen.
Kein neues Beweisstück: McLaren scheitert mit 'Right of Review'
Dieses in den letzten Jahren beliebte Rechtsmittel im Internationalen Sportkodex der FIA lässt eine Neuverhandlung zu. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Beweisstück vorgelegt werden kann, das signifikant, relevant und neu ist und zudem den Beteiligten, in diesem Fall McLaren, zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht vorlag.
Diese Hürde konnte des F1-Team aus Woking nicht überwinden. McLaren, das von Teamchef Andrea Stella und Strategie-Leiter Randeep Singh vertreten wurde, argumentierte, dass in der Entscheidung der Stewards ein Fehler in Form einer falschen Tatsachenbeschreibung vorlag, und führte deshalb das Dokument als solches als neues Beweisstück an. In diesem war nämlich dargelegt worden, dass Norris und Verstappen am Scheitelpunkt der Kurve nicht gleichauf gewesen seien und Verstappen damit das Anrecht auf die Kurve hatte. McLaren sieht das nicht so.
Die Regelhüter kamen zu dem Schluss, dass das Urteil selbst kein Beweisstück sei, das signifikant, relevant und neu ist und lehnten den Antrag ab. Dadurch kam es erst gar nicht zu einer Neuverhandlung des Falles.
Neben den zuständigen Stewards vom Austin-Wochenende, Garry Connelly, Loic Bacquelaine, Derek Warwick und Dennis Dean waren bei dem Online-Meeting auch als Vertreter der FIA F1 Single Seater Director Nikolas Tombazis und F1 Sporting Director Tim Malyon anwesend. Als Vertreter von Red Bull nahmen Sportdirektor Jonathan Wheatley und Rennstratege Stephen Knowles, der ab 2025 in eine neue Rolle als Leiter für das Sportliche Reglement aufsteigt, teil.
McLaren kritisiert Entscheidung: Wir sind damit nicht einverstanden
McLaren reagierte auf die Entscheidung mit einer Mitteilung. In dieser teilte der britische Traditionsrennstall mit, dass man die Entscheidung zur Kenntnis nehme und bedankte sich für die schnelle Behandlung des Falles.
Gleichzeitig äußerte McLaren aber auch Kritik an der Entscheidung: "Wir sind nicht einverstanden mit der Auslegung, dass ein FIA-Dokument, das einen Teilnehmer auf einen objektiven, messbaren und nachweisbaren Fehler in der Entscheidung der Sportkommissare aufmerksam macht, kein zulässiges „Element“ sein kann, das alle vier vom ISC festgelegten Kriterien gemäß Artikel 14.3 erfüllt."
"Wir werden weiterhin eng mit der FIA zusammenarbeiten, um besser zu verstehen, wie Teams Entscheidungen, die zu einer falschen Klassifizierung des Rennens führen, konstruktiv anfechten können", kündigte die Mannschaft an.
Für die WM-Ambitionen von Norris war die Strafe beim Formel-1-Rennen in Austin ein schwerer Schlag. Da er sich im direkten Zweikampf mit Verstappen befand, verlor er dadurch unter dem Strich sechs Punkte auf den WM-Leader und liegt nun fünf Grands Prix vor Schluss 57 anstatt 51 Zähler zurück.
War die Fahrweise von Max Verstappen in Ordnung. Die Formel-1-Fahrer sind geteilter Meinung dazu. Sie sind sich aber einig, dass sich bei den F1-Stewards etwas ändern muss.



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