Fernando Alonso fährt an diesem Wochenende in Mexiko sein 400. Rennen in der Formel 1. Der Spanier erreicht damit einen Meilenstein, den noch niemand in der Königsklasse überschreiten konnte. Denn so viele Grands Prix wie der derzeitige Aston-Martin-Pilot hat noch kein Fahrer vor ihm absolviert.
In seiner Karriere, die er 2001 bei Minardi begann, fuhr der zweifache Weltmeister für die zwei prestigeträchtigsten Teams in der Geschichte der Königsklasse: Ferrari und McLaren. Titel gewann er mit keinen von beiden. Doch für die Dominatoren der letzten eineinhalb Jahrzehnte, Red Bull und Mercedes, ging Alonso nie an den Start.
Christian Horner: Haben dreimal mit Fernando Alonso verhandelt
Dabei befand sich der Spanier mehrmals bei Red Bull im Gespräch, wie sich Teamboss Christian Horner angesprochen auf das GP-Jubiläum des Asturiers in Mexiko erinnerte. Zuerst im Jahr 2008, damals scheiterte es jedoch an der Laufzeit. Dann kamen aber während der Hochzeit der Vettel-Dominanz noch einmal Gespräche über einen potenziellen Wechsel von Ferrari zu Red Bull auf. Doch erneut kam kein Deal zustande.
Diese beiden Fälle sind schon seit Jahren bekannt, doch Horner konnte noch mit brisanteren und vor allem viel jüngeren Alonso-Gesprächen aufwarten. "Und dann [hatten wir] noch einmal zu Beginn dieses Jahres [Gespräche mit ihm]", ließ er in einem Nebensatz fallen. Damals hatte Sergio Perez noch keinen Vertrag für die kommende Saison. Wurde Alonso tatsächlich als Ersatz-Kandidat für den Mexikaner in Betracht gezogen?

Red-Bull-Teamboss lobt Alonso: Er wäre sicher ganz vorne dabei
Diese Frage wollte Horner nicht bejahen. Er ließ auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com durchklingen, dass das Interesse am zweiten Red-Bull-Cockpit vor allem von Alonso ausging. "Zu diesem Zeitpunkt war Sergios Vertrag noch nicht verlängert worden. Da Fernando viel Erfahrung hat, will er immer alle seine Optionen kennen. Er und sein langjähriger Manager Flavio sondieren ständig den Markt."
"Das zeigt, wie hungrig und wettbewerbsaffin er ist. Mit 43 Jahren liefert er noch immer und er ist in großartiger Form", lobte Horner den einstigen Red-Bull-Rivalen. "Er ist noch immer ein sehr fähiger Grand-Prix-Fahrer, und wenn er das Material dazu hätte, wäre er sicher ganz vorne dabei", so Horner.
Bei Red Bull hätte er zumindest beim Großteil der Formel-1-Rennen in diesem Jahr das Material zu Spitzenresultaten gehabt, wie die Leistungen von WM-Leader Max Verstappen zeigen. Perez konnte dieses Potenzial nur selten abrufen. Das lässt spekulieren, ob Horner für 2025 lieber den Spanier im zweiten Red-Bull-Cockpit haben würde als Perez? Inzwischen ist es jedenfalls zu spät, denn Alonso verfügt über einen Vertrag bei Aston Martin bis 2026.
Die Zukunft von Perez bei Red Bull hängt sowieso noch in der Luft. Der Mexikaner hat zwar einen Vertrag für 2025, aber Liam Lawson machte bei seinem ersten RB-Auftritt in Austin viel Druck - und Yuki Tsunoda wittert auch seine Chance.



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