Zwei Upgrade-Schritte zum Preis von einem. Das erhofft sich George Russell von der neuen Unterboden-Spezifikation, die Mercedes für den USA-GP in Austin im Gepäck hat. Für die Silberpfeile ging es nach einem etwas missglückten Update, das direkt vor der Sommerpause sein Debüt gefeiert hatte, einen Schritt nach hinten. Die neue Ausbaustufe in Austin soll diesen Fehlschlag wettmachen.
Und eben nicht nur das. "Offensichtlich haben wir mit den Upgrades, die wir nach Spa gebracht haben, einen Schritt zurück gemacht. Effektiv werden wir also zwei Schritte auf einmal machen, wenn wir dieses Upgrade bringen", so die Mathematik des derzeitigen WM-Siebten. "Wir hoffen, dass es einen starken Einfluss haben wird", ergänzte er.
Lewis Hamilton: Mercedes-Updatestrategie asynchron
Lewis Hamilton macht die kleine Odyssee an mittelmäßigen Ergebnissen, die Mercedes seit der Sommerpause durchgemacht hat, an zwei anderen Aspekten fest. "Ich denke, wir waren ein bisschen asynchron zu den anderen Teams mit der Einführung neuer Teile. Letztendlich sind wir auch ein bisschen mit dem Setup aus der Spur geraten", zählte Hamilton auf.
Doch auch er hielt fest, dass er Unterboden, der bis zuletzt am W15 in Verwendung ist, schon deutlich älter ist als jene der Konkurrenz. Die vorherige Ausbaustufe, die in Singapur noch in Verwendung war, datiert auf den Monaco-GP - gezwungenermaßen, nach dem Fehlschlag des Belgien-Upgrades.
"Ich denke, wir haben verstanden, wodurch wir etwas vom Kurs abkamen, und ich hoffe, dieses Wochenende können wir wieder mit einer besseren Balance in Angriff nehmen", sagte Hamilton. Nicht nur der Unterboden auf dem Circuit of the Americas ist neu. Auch der Frontflügel soll einen frischen Feinschliff erhalten.
Mercedes in Austin wieder podiumfähig?
Russell erhofft sich kurzfristig mit dem Update immerhin einen Schritt zurück in den direkten Kampf mit Red Bull und Ferrari. "Ich hoffe, dass wir uns mit dem Upgrade wieder im Kampf befinden und im Qualifying um die Top-4 mitfahren können und dann im Rennen um ein Podium kämpfen." An Rennsiege will er aber noch nicht denken: "Realistisch gesehen wissen wir, dass McLaren und Lando im Moment einen guten Schritt vor allen anderen sind."

Zuvor muss Mercedes aber angesichts ihrer frischen Bauteile erst die Abstimmung für das Wochenende in Texas hinbekommen. Der neue Asphaltbelag beinahe um die gesamte Strecke nullt die Erfahrungswerte der Teams aus vergangenen Jahren größtenteils. Dass aufgrund des Sprint-Formats nur ein Training zur Verfügung steht, macht die Aufgabe ebenfalls etwas nicht einfacher. Immerhin steht Mercedes mit dieser Herausforderung nicht alleine da. Der Großteil des Feldes wartet mit neuen Spezifikationen auf.



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