In Ungarn gewann Oscar Piastri sein erstes Formel-1-Rennen. Doch neben der großen Freude über seinen ersten Triumph empfand er auch leichte Schmerzen. Denn der Australier kämpfte seit dem Österreich Grand Prix mit einer gebrochenen Rippe. Mittlerweile gibt er Entwarnung: Alles ist wieder normal. Schuld könnte der Sitz in seinem Auto gewesen sein.
Oscar Piastri: Nach dem Österreich GP war es sehr schmerzhaft
Schon nach dem Spanien Grand Prix bemerkte Piastri einen leichten Schmerz in seinen Rippen. Doch bis zum ersten Scan der Rippen sollte es bis Silverstone dauern. Piastri fuhr also mehrere Wochen lang mit einer belasteten, möglicherweise sogar gebrochenen Rippe in seinem McLaren.
"Es waren drei sehr harte Strecken [Barcelona, Österreich und Silverstone] in dieser Zeit. Da gab es echt Druck und meine Rippe hat irgendwann einfach nachgegeben. Jetzt haben wir etwas am Sitz geändert und das Problem behoben", gibt Piastri Entwarnung.
"Den ersten Scan haben wir nach dem Silverstone Grand Prix vorgenommen, aber sie war definitiv schon davor gebrochen. Ich würde sagen, an irgendeinem Punkt in Österreich. Aber sie war vermutlich schon in Barcelona geprellt. Nach Österreich war es dann schon sehr schmerzhaft", berichtet der jüngste Rennsieger des Feldes.
War der Formel-1-Sitz im McLaren das Problem?
Dennoch fuhr Piastri weiter. Auch in Ungarn und Belgien ging er an den Start. Insbesondere die Ardennen-Achterbahn mit ihren Highspeed-Kurven und vielen Auf und Abs belastet den Fahrer sehr. Zuvor in Ungarn gewann er sogar das Rennen.

"Es wurde schon besser während des Fahrens. Wir haben herausgefunden, was wir am Sitz verändern können. Selbst mit dem Bruch wurde der Schmerz dann deutlich geringer", so Piastri. "Jetzt ist es wieder komplett im normalen Bereich."
Piastri schließt Team-Oder nicht aus: Würde meinen Teil für das Team tun
Mit einer nun wieder geheilten Rippe geht es für Piastri und McLaren nun nach Zandvoort. Der WM-Kampf ist noch offen, besonders in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Doch auch die Fahrer-WM ist noch nicht entschieden. Teamkollege Lando Norris hat noch eine Außenseiter-Chance auf den Titel. Würde Piastri einer Teamorder Folge leisten?
"Ich bin nicht so weit hinter Lando in der WM. Also wenn wir den Rückstand bei den Konstrukteuren verkürzen, stehen die Chancen gut, dass wir das auch bei den Fahrern tun. Daher denke ich nicht, dass es das geben wird."
"Aber wenn es ein realistisches Szenario dafür geben würde, würde ich auch meinen Teil für das Team leisten", so Piastri. Schließlich gab Lando Norris seinen Sieg ebenfalls für Piastri auf. Daran dürfte der Australier in solch einer Situation wohl zurückdenken.



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