Nachdem Toyota-Teamboss Tsutomu Tomita gestern noch von einer "Traumchance" geschwärmt hatte, fiel sein Heimrennen in Suzuka ernüchternd aus: "Das war ein enttäuschendes Ende eines guten Wochenendes", musste er nach dem achten Platz von Ralf Schumacher eingestehen. "Aber: That's Racing."

Dennoch sind die Weiß-Roten natürlich "enttäuscht" mit nur einem WM-Zähler aus Japan abzureisen. "Aber ein Punkt ist bekanntlich besser als keiner", versucht Ralf die Situation positiv zu sehen. "Das war ein ziemlich hartes Ende, eines sehr viel versprechenden Wochenendes. Ich hatte einen tollen Start und konnte dem Feld enteilen, aber dann kam das Safety-Car heraus und das war Gift für unsere Dreistoppstrategie."

"Wir gaben zwar dennoch alles, aber leider bekam ich in der zweiten Rennhälfte auch noch starke Vibrationen." Diese veranlassten den Pole-Mann dazu zurückzustecken. "Ohne das Safety Car hätte uns die Strategie einen Platz zwischen 3 und 5 ermöglicht." Auch in diesem Punkt stimmt Tomita mit Ralf überein: "Wir hätten einen Podestplatz erreichen können."

Jarno Trullis Chancen auf ein gutes Ergebnis wurden hingegen von Takuma Sato torpediert. "Sato hat ein Manöver versucht, dass einfach unmöglich war", so der verärgerte Italiener. "Er wollte mich überholen, traf mich aber stattdessen und schoss mich ab. Es gab keinen Grund dieses Manöver zu versuchen. Ich weiß einfach nicht was er sich dabei gedacht hat. Er verursacht schon seit langer Zeit Probleme und die FIA sollte ihn stoppen."

Nicht ganz so hart ging Tomita mit dem Japaner ins Gericht: "Jarno wurde von einem hoffnungslos übereifrigen Takuma Sato abgeschossen. Ein Fahrer sollte aggressiv, aber immer auch fair sein."