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Formel 1

Formel 1, Räikkönen-Flasche leckt: Wie schwer kann es sein?

Einmal mehr hatte Kimi Räikkönen in der Türkei Probleme mit dem Trinksystem. Feuchter Negativ-Trend bei Alfa. Performance immerhin besser.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Kimi Räikkönen und die Trinkflaschen - das wird in der Formel 1 keine Liebesbeziehung mehr. Einmal mehr sorgte das in seinem Alfa Romeo verbaute Trink-System im zweiten Training in der Türkei für Probleme, und infolge für eine wüste Schimpftirade.

Räikkönen musste diesmal sogar seine Qualifying-Simulationen im Training abbrechen. "Mir rinnt Wasser in meine verdammten Stiefel, weil euer Trinksystem verdammt leckt", fluchte er. Es musste ein großes Leck sein, denn beim Einfahren in die Boxengasse meldete er, dass er beim Anbremsen schon mit seinen Schuhen auf den Pedalen rutschte.

Räikkönen & Alfa verfolgt von Trinksystem-Problemen

Die Flüche gingen weiter, als Räikkönen schließlich in die Garage geschoben wurde: "Wie kann es so verdammt schwer sein, einfache Dinge richtig zu machen." Und auf den Einwand, dass die Pumpe des Systems offenbar aus war: "Ja, weil ich sie ausgeschaltet habe! Es ist in meinen verdammten Helm getropft!"

"Das einfachste Teil des Autos, und wir können es einfach nicht reparieren", beendete Räikkönen, ehe das Auto in der Box angeschlossen wurde. Es folgte eine Reparaturpause, ehe der Alfa wieder auf die Strecke gehen konnte. Der Ärger ist verständlich - abseits der Witze, die über das Thema seit einem berühmten Funk-Austausch bei Ferrari gerissen wurden, scheint Alfa 2021 nämlich tatsächlich wiederkehrende Probleme zu haben.

In Monaco löste sich auf der Formationsrunde etwa der Schlauch. Als Folge hatte Räikkönen nicht nur ein ganzes Rennen nichts zu trinken, sondern der Schlauch steckte auch noch hinter ihm fest. In Silverstone musste Alfa von Samstag auf Sonntag das System unter Parc fermé tauschen.

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Alfa nach Türkei-Trainings optimistisch

Mit dem Rest des Autos kam Räikkönen in der Türkei aber besser zurecht. Auch wenn eine 1:25.143 am Ende nur für P15 reichte. Teamkollege Antonio Giovinazzi zeigte mit P10 zumindest Potenzial: "Es hat Spaß gemacht, besonders da wir eine gute Balance im Auto hatten. Das richtige Gefühl fürs Auto zu finden ist einfacher, wenn der Grip da ist, und wir konnten mit Zuversicht Runden fahren. Die ersten Zeichen sind positiv."

Räikkönen ist noch etwas vorsichtiger: "Es ist viel Potenzial im Auto, aber es scheint, als ob es mit den Soft-Reifen schwierig wäre, eine Runde hinzubekommen." Im Qualifying-Trimm hat er gegen Antonio Giovinazzi aber ohnehin schon das ganze Jahr zu kämpfen.


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