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Formel 1, Vettel entert in Ungarn Top-10: Da geht noch mehr!

Sebastian Vettel verbessert sich im zweiten Formel-1-Training in Ungarn in die Top-10. Der Aston-Martin-Pilot träumt von noch mehr. Was dazu noch fehlt.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Der Hungaroring zählt zu den Lieblingsstrecken von Sebastian Vettel. Das bewies der Aston-Martin-Pilot im Freien Training zum Ungarn-GP 2021 mit einem seiner besseren Freitagsergebnisse in dieser Formel-1-Saison. In der ersten Session landete der viermalige Weltmeister mit P13 zwar noch drei Ränge und eine Viertelsekunde hinter Lance Stroll, drehte den Spieß am Nachmittag mit P8, zwei Plätzen und fast einer Zehntelsekunde Vorsprung allerdings um.

"Es war okay, wir hatten einen ordentlichen Tag, keine Probleme. Heute Morgen hatten wir ein paar Trockenübungen, heute Nachmittag sind wir dann mehr zum Fahren gekommen", berichtet Vettel. Heißt im Klartext: Der Vormittag diente der grundlegenden Evaluierung der Aerodynamik des AMR21, erst am Nachmittag begann Aston Martin am Setup für Ungarn zu tüfteln.

Formel 1 Ungarn: Vettel sieht noch Potenzial bei Aston Martin

Aus dem Stand funktionierte das recht gut. "Es war nicht so schlecht", sagt Vettel. "Wir müssen noch versuchen, die Reifen etwas besser in das berühmte Fenster zu bekommen was die eine Runde angeht. Der Longrun war okay, wir waren aber ein bisschen im Verkehr. Insgesamt wissen wir, wo das Auto noch schneller werden muss, aber es ist nicht so einfach, das alles freizuschalten."

Potenzial gibt es trotz des soliden Einstands also noch. "Was die Balance angeht, tun wir uns noch ein bisschen schwer. Ich habe am Kurveneingang ein bisschen zu viel Übersteuern und in der Mitte der Kurve tue ich mich mit der Vorderachse schwer", schildert Vettel. "Um das auszubalancieren, gibt es ein paar Sachen, aber unsere Wahl ist da ein bisschen begrenzt. Vielleich fällt uns heute Abend ja noch was Schlaues ein!"

Sebastian Vettel sucht den Hungaro-Groove

Das Fahrgefühl zu perfektionieren sei gerade in Ungarn entscheidend, so Vettel. "Auf dieser Strecke ist es der Schlüssel, volles Vertrauen ins Auto zu haben. Dann kannst du den Unterschied machen", weiß der Formel-1-Routinier. "Hier kommt eine Kurve nach der anderen. Da hast du nicht viel Zeit, zu denken. Es muss einfach passieren. Wenn wir morgen früh in diesen Groove kommen, können wir eine tolle Session haben."

Bereits ohne den perfekten Rhythmus reichte es am Freitag zum achten Rang. "Etwas Spielraum war da aber noch", sagt Vettel. "Aber ich denke, das haben alle noch. [...] Wenn wir uns morgen da qualifizieren, wo wir heute gelandet sind, dann wäre es ein toller Platz. Aber wir wollen mehr. Schauen wir, was wir heute Abend noch finden können. Wir wissen, was uns noch zurückhält. Jetzt müssen wir für morgen etwas Cleveres herausfinden."

Aston Marton hofft: Beide Autos in den Top-10

Otmar Szafnauer gibt sich zuversichtlich, dass seinen Ingenieuren genau das auch gelingen wird. "Vettel hat auf beiden Reifen gut ausgesehen. Er konnte noch nicht alles aus dem Auto herausholen, also da kommt noch mehr", sagt der Aston-Martin-Teamchef bei Sky. "Es steckt noch mehr im Auto. Dann wir sind in den Top-10."

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Genau das ist nun das erklärte Ziel, auch für Lance Stroll. Szafnauer: "Wenn wir mit beiden Autos in die Top-10 kommen, dann wäre das ein guter Job und würde uns für Sonntag nicht so beeinträchtigen, weil man hier nur schwer überholen kann."


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