Motorsport-Magazin.com Plus
Formel 1

Formel 1, Imola: Max Verstappen zockt und zittert sich in Q3

Max Verstappens Qualifying zum Emilia Romagna GP ging fast in die Hose. Zocken nach Technik-Problemen zahlt sich am Ende aus. Trotzdem ist er enttäuscht.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Max Verstappen geht beim Emilia Romagna GP 2020 von seiner Standard-Startposition ins Rennen. Der Red-Bull-Pilot qualifizierte sich in Imola hinter den beiden Mercedes-Piloten auf Platz drei. Doch der Weg dorthin war alles andere einfach.

Im zweiten Qualifikationsabschnitt funkte Verstappen plötzlich: "Ich habe keine Leistung." Der Niederländer musste seine Runde abbrechen und an die Box fahren. Dort brach Hektik aus: Mechaniker mussten die Motorabdeckung abnehmen und an der Power Unit arbeiten.

Kurz vor dem Ende von Q2 ging Verstappen wieder auf die Strecke. Ohne überhaupt eine Zeit gesetzt zu haben, setzte Red Bull beim 23-Jährigen alles auf eine Karte: Auch im zweiten Outing versuchte es Verstappen auf den Medium-Reifen. Man hat offenbare seine Lehren aus Portimao gezogen, wo Verstappen im ersten Stint auf den Soft-Reifen bereits weit zurückgefallen war.

Das Risiko zahlte sich aus, Verstappen zog als Sechster in das letzte Qualifikationssegment ein. Nur er und die beiden Mercedes-Piloten gehen damit aus den Top-10 auf den Medium-Reifen ins Rennen.

Doch was war überhaupt kaputt bei Verstappen? "Ich weiß es nicht genau. Ich hatte auf den Geraden keine Leistung, dann kam sie plötzlich wieder und dann war sie wieder weg. Das hat keinen Sinn gemacht. Deshalb hab ich die Runde abgebrochen und bin zurück in die Box. Das war nicht so schön."

Verstappen hadert mit Qualifying-Schicksal

"Die Mechaniker haben einen sehr guten Job gemacht, das Auto zu reparieren", lobt Verstappen, schiebt aber schnell hinterher: "Das hat trotzdem mein Qualifying ruiniert. Ich hatte keine Referenz mehr und ich bin so nie in einen Rhythmus gekommen."

"In meiner ersten Runde in Q3 hatte ich dann die Reifen nicht auf Temperatur, weil ich auf der Outlap im Verkehr steckte. Und die letzte Runde in Q3 wäre auch besser gewesen, wenn ich ein normales Qualifying gehabt hätte", ärgert sich Verstappen. "Ich war bis zuletzt noch in der Lernphase."

Illusionen macht sich der Mercedes-Jäger aber nicht: "Ich hatte nicht erwartet, sie zu schlagen, aber ich dachte, dass ich etwas näher bin." Nachdem Red Bull die letzten beiden Rennen auf weniger als drei Zehntel an die Pole herankam, war Imola wieder ein Rückschritt. Fast sechs Zehntelsekunden fehlten Verstappen auf Pole-Setter Bottas.


Weitere Inhalte:
Motorsport-Magazin.com Plus