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Formel 1

Formel 1 Mugello Qualifying, Gasly: Von GP-Sieg zu Q1-Aus

Eine Woche nach seinem irren Formel-1-Sieg in Monza ist Pierre Gasly wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen. Wieso der Franzose in Q1 scheiterte.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Was für einen Unterschied sechs Tage in der Formel 1 doch machen können. Am letzten Sonntag feierte Pierre Gasly nach der größten Formel-1-Sensation der letzten Jahre seinen ersten Grand-Prix-Sieg im königlichen Park von Monza. Nur ein Wochenende später liefert der AlphaTauri-Pilot eine negative Überraschung und fliegt beim Qualifying zum Großen Preis der Toskana in Mugello schon in Q1 raus- zum ersten Mal seit Belgien 2019.

Dabei lieferte Gasly mitunter die besten Trainingsleistungen der Saison ab. Beflügelt durch seinen GP-Sieg in der letzten Woche sicherte er sich in der ersten und in der letzten Trainings-Session jeweils die fünfte Position. In FP2 reichte es immerhin zu P8. "Es ist enttäuschend. Nachdem wir so gut in den Trainings unterwegs waren, haben wir in der Qualifikation einen Schritt zurück gemacht", fasst der 24-Jährige ernüchternd zusammen.

AlphaTauri: Beim Setup verzockt?

Verantwortlich für den Leistungsabfall im Qualifying macht Gasly vor allem Setup-Anpassungen an seinem AT01. "Wir haben nach dem dritten Training ein paar Veränderungen vorgenommen", bestätigt Gasly. Diese Änderungen erwiesen sich allerdings als Fehlgriff. Im dritten Freien Training fuhr der Monza-Sieger eine Zeit von 1:17.2, im Qualifying war er dann gerade einmal eine Zehntelsekunde schneller.

"Wir haben ein paar Fehler gemacht, die uns Zeit gekostet haben und in diesem engen Mittelfeld kann man sich eben keinen Fehler erlauben." Dazu kam bei AphaTauri noch eine Fehlkalkulation. Auf der entscheidenden letzten Runde ging Gasly schon zu früh elektronische Zusatzenergie aus. Besonders bitter: Am Ende fehlten den Monza-Sieger nur ein paar Hundertstel auf den Einzug in Q2.

Kvyat mit P12 zufrieden

Dadurch unterlag Gasly zum zweiten Mal in diesem Jahr nach Belgien seinem Teamkollegen Daniil Kvyat in einem Qualifying-Duell. Kvyat sagte, was das Fahrverhalten anging, das komplette Gegenteil von Gasly. "Ich war mit dem Wagen heute zufriedener als noch gestern" behauptete der Russe, ", ich konnte den Wagen etwas härter pushen als noch gestern." Dennoch reichte es bei Kvyat nicht zum Einzug in das dritte Qualifying-Segment sondern nur für Startposition 12.

Für AlphaTauri wird deshalb von den Startplätzen 12 und 16 der Kampf um die Punkte ein harter werden. Doch auch letzte Woche kündigte sich nach dem Qualifying bei dem ehemaligen Toro-Rosso-Team kein Punkteregen an – am Rennsonntag kam dann aber alles anders.


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