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Formel 1

Formel 1 Mugello: Mick im Schumi-Ferrari, Histo-Lackierung

Ferrari fährt bei seinem 1000. Formel-1-Start trotz Krise groß auf: Mick Schumacher im F2004 von Michael Schumacher. Historische Lackierung für SF1000.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Große Ferrari-Festspiele trotz sportlicher Talfahrt am kommenden Wochenende in der Formel 1: Wenn die Königsklasse zum ersten Mal einen Grand Prix im legendären Autodromo Internazionale del Mugello austrägt, wird es für die Scuderia ein ganz besonderes Wochenende. Nicht nur, dass Ferrari auf einer hauseigenen Strecke antritt und als neben Pirelli als Titelsponsor des Toskana GP auftritt, noch dazu feiern die Roten großes Jubiläum. Das Rennen in Mugello markiert den 1000. GP-Start des Teams aus Maranello in der Formel 1.

Das zelebriert Ferrari am Wochenende mit diversen Aktionen. Dass erstmals während der Corona-Pandemie mit 2880 Fans zumindest wieder ein paar Zuschauer auf die Tribünen gelassen werden, ist da noch eines der kleinen Elemente. Daneben bietet Ferrari noch sehr viel mehr auf.

Mick Schumacher im Ferrari seines Vaters Michael Schumacher

Wie die Scuderia am Mittwoch vor dem Wochenende bestätigte, fährt am Wochenende Mick Schumacher einen Showrun im dominantesten Boliden der Teamgeschichte. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher nimmt vor dem Rennstart im F2004 platz und entfesselt auf heimischem Boden die geballte V10-Power jenes Boliden, der seinen Vater vor 16 Jahren zu dessen siebtem und letztem WM-Titel in der Formel 1 trug.

Mick Schumacher begeisterte 2019 im F2004 in Hockenheim - Foto: Ferrari

Schon beim Deutschland GP in der vergangenen Saison hatte Mick Schumacher den F2004 gleich zweimal pilotiert und damit für Gänsehautstimmung auf den gut gefüllten Rängen des Hockenheimrings gesorgt. Nun wiederholt Ferrari diese Aktion in der Heimat ihres mit Abstand erfolgreichsten Fahrers auf eigenem Boden.

Dunkleres Rot für Ferrari von Sebastian Vettel & Charles Leclerc

Noch historischer, weil sehr viel weiter in die Geschichte zurück, geht es für Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Die Ferrari-Piloten bekommen am Wochenende zwar kein dringend nötiges Chassis-Upgrade für den SF1000, dafür erstrahlt der aktuelle Ferrari in neuem, respektive altem Glanz.

Burgundfarben bei Ferrari in Mugello - Foto: Ferrari

Zur Feier des 1000. F1-Rennens für die Scuderia lackiert Ferrari seine Boliden in einem dunkleren Burgund-Rot, das an die ursprüngliche Farbe der Saison 1950 erinnern soll. Beim ersten Ferrari-Rennen überhaupt, dem Monaco GP 1950, startete Ferrari mit drei 125 F1 in dieser Farbgebung.

Ergänzt wird der Flashback durch umgestaltete Startnummern, die an die Optik alter Tage erinnern. "Sie machen den Eindruck, als wären sie von Hand auf das Bodywork gemalt", erklärt Ferrari-Vize-Präsident Piero Ferrari höchstpersönlich. Vettel und Leclerc werden zudem mit farblich passenden Rennanzügen ausgestattet. Am Samstagabend findet im nahen Florenz eine Feier zum großen Jubiläm statt.

Die Overalls für Charles Leclerc und Sebastian Vettel passen zur Lackierung - Foto: Ferrari

Damit nicht genug. Selbst Mercedes zollt Ferrari Respekt und lackiert ebenfalls um. Nicht den W11, sondern das Safety Car - in Rot. "Das ist unser Weg, um an an eine Rennsport-Historie zu erinnern, die uns einige der größten Momente in der Formel 1 beschert hat. Die Frauen und Männer in Maranello blicken bei diesem Jubiläum auf eine stolze Geschichte zurück und an diesem Wochenende zollen wir ihnen damit Respekt", sagt Motorsportchef Toto Wolff.


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