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Formel 1, Rosberg attackiert Ferrari: Das Ding ist gefährlich

Nico Rosberg kritisiert Ferrari hart für den Doppelausfall beim Italien GP in Monza. RTL-Experte von Crash und Bremsversagen schockiert. SF1000 unfahrbar.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Manöverkritik von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg an der Scuderia Ferrari: In der Rennunterbrechung des Großen Preises von Italien 2020 in Monza wegen eines heftigen Crashs von Charles Leclerc kritisierte der RTL-Experte das Team aus Maranello scharf. Auch das Bremsversagen am Ferrari SF1000 Sebastian Vettels berücksichtigte Rosberg bei seiner Scuderia-Schelte. Langsam, unfahrbar und sogar gefährlich!

„Das Ferrari-Auto ist unfahrbar. Man sieht das, wie hinten das Heck weggeht. Gleich wenn er aufs Gas geht. Einmal, zweimal und weg. Das ist ja nicht normal. Das ist einfach unfahrbar das Ding“, kommentierte Rosberg live im TV eine Wiederholung des Leclerc-Abflugs in Parabolica.

Nico Rosberg fassungslos von Leclerc-Crash: Sieht man selten

„Es ist einer der schnellste Ausgänge da. Du bist im sechsten Gang. Und da kommt das Heck einmal raus, zweimal raus und weg ist es“, sagte Rosberg bei Ansicht des TV-Replays schockiert. Nicht einmal Dirty Air könne als Erklärung herhalten. Rosberg: „Er war ganz allein unterwegs. Der Vorausfahrende war gar nicht so nah.“

Nachfrage von Moderator Florian König: Also einfach ein unglaublich schlechtes Auto? Zustimmung eines fassungslosen Rosberg. „Das gibt’s nicht. Ich mein, sowas habe ich überhaupt selten gesehen“, sagte der 23-fache GP-Sieger.

Rosberg: Unverständlich, dass Ferrari-Heck da weggeht

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nannte als Teil der Unfallursache auch die harten und nach dem Restart noch nicht ideal aufgewärmten Reifen. Rosberg ließ das nur partiell durchgehen. „Natürlich hat er die harten Reifen und wahrscheinlich noch nicht die Temperatur drin, aber trotzdem. Er ist an dem Punkt ja fast schon bei Vollgas. Dass da dann noch die Aerodynamik so abbricht, dass dann das Heck so rausschnappt. Das ist unverständlich“, polterte Rosberg.

Immerhin: Anders als beim Ausscheiden Sebastian Vettels durch ein Bremsversagen, zeichnete kein technischer Defekt für den Abflug Leclercs verantwortlich. „Es war einfach ein Fahrfehler“, sagte der Monegasse sofort selbst. Die Auflösungserscheinungen am SF1000 des vierfachen Formel-1-Weltmeisters schockierten Rosberg genauso wie die Unfahrbarkeit der roten Göttin.

Rosberg: Vettel-Bremsversagen gefährlich, das kann's nicht sein!

„[...] Vettel mit Bremsversagen, wo er dann einfach kerzengeradeausfährt. Und das in Monza! Das ist auch richtig gefährlich“, sagte Rosberg auch zu dieser Szene. Vettel selbst sagte nach dem Rennen, er könne froh sein, dass es an einer Stelle mit derart großzügiger Auslaufzone passiert sei. Rosberg fühlte mit: „Dass der Sebastian auch noch weitergefahren ist, obwohl er schon gemerkt hat, mit der Bremse stimmt irgendwas nicht. Da hast du als Fahrer teilweise richtig Angst.“

Besonders die Szene beim Anbremsen auf die Parabolica lässt Rosberg nur noch mit dem Kopf schütteln. „Hier fliegen die Teile weg, das gibt’s einfach nicht, das kanns doch nicht sein, dass Ferrari ihm da so ein Auto hinstellt“, kommentiert Rosberg live die TV-Replay. „Das ist nicht nur langsam, sondern auch noch gefährlich das Ding. Das gibt’s doch nicht.“

Einzig positive Notiz. Für das kommende Rennen in Mugello - Ferraris 1000. Grand Prix in der Formel 1 - erwartet Rosberg nun zumindest eine bessere Performance der Roten. „Punkte sind schon realistisch. Mugello ist eine andere Strecke. Mehr Downforce, mehr Kurven, das sollte Ferrari schon ein bisschen besser liegen“, sagte Rosberg.


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