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Formel 1 Monza: Heftiger Leclerc-Crash besiegelt Ferrari-Nuller

Charles Leclerc crasht zur Mitte des Formel-1-Rennens in Italien 2020 in Parabolica. Zuvor schied in Monza Sebastian Vettel mit kaputten Ferrari-Bremsen aus
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Ein heftiger Crash von Charles Leclerc hat beim Heimrennen der Scuderia Ferrari in Monza auch die letzten Chancen der Roten auf Punkte beim Italien GP 2020 beendet. Nachdem Sebastian Vettel bereits nach sieben Runden mit einem Bremsdefekt ausgefallen war, erwischte es in Umlauf 23 auch seinen Teamkollegen. Leclerc fiel allerdings nicht den Bremsen zum Opfer, sondern der schwierigen Fahrbarkeit des SF1000.

Was war passiert? In der Parabolica brach dem Monegassen nach einem fliegenden Re-Start nach einem Safety Car plötzlich das Heck seines Ferrari aus - und das schon beim Herausbeschleunigen aus der ultraschnellen letzten Kurve des Autodromo Nazionale di Monza. Ein Bremsdefekt wie bei Vettel war damit ausgeschlossen.

Charles Leclerc: Ferrari-Technik okay, Unfall mein Fehler

Heftig krachte Leclerc in die Reifenstapel der Highspeedkurve, der Ferrari war ein Totalschaden. Leclerc ging es gut, sofort meldete sich der Monegasse via Boxenfunk fit. Ferrari bestätigte das nach einem Check im Medical Centre auch von Teamseite. "Alles okay. Hier und da zwickt und schmerzt es etwas, aber das ist nach einem so harten Einschlag normal. Ich fühle mich okay", sagte Leclerc.

Den Unfall selbst nahm der Monegasse auf seine eigene Kappe. "Es war kein technisches Problem, sondern einfach mein Fehler", erklärte Leclerc. Allerdings machte es ihm die Fahrbarkeit des Ferrari auch nicht leicht. "Bis zu dem Crash war das Auto sehr schwer fahrbar. Aber das ist keine Entschuldigung", sagte Leclerc. "Es war mein Fehler. Ich habe das Heck verloren. Was bei Seb genau war, weiß ich nicht, ich hatte einfach Probleme mit dem Handling und hatte heftig mit den Reifen zu kämpfen. Ich habe versucht zu pushen, aber ..."

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto führte den Vorfall auch auf die Rennsituation zurück. "Die Reifen waren nach dem Re-Start vielleicht noch etwas kalt. Da ist das Auto dann vielleicht etwas schwerer fahrbar", sagte der Italiener.

Weil die Reifenstapel in der Kurve durch den Unfall arg in Mitleidenschaft gezogen wurden, nicht nur das Ferrari-Wrack geborgen werden musste, unterbrach die Rennleitung den Grand Prix vollständig.

"Der schlimmste Ausgang eines schwierigen Wochenendes, vor allem bei Sebastian. Denn da war es ein Zuverlässigkeitsproblem des Autos", bilanzierte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach dem Doppelausfall seiner Fahrer beim Heimrennen in Monza.


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