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F1, Racing Point vs. Ferrari & McLaren: Der Fahrer entscheidet

Racing Point sieht über den schwachen Formel-1-Auftakt in Österreich hinweg. Sergio Perez & Lance Stroll sehen ihre Chance gegen Ferrari und McLaren.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Racing Point ist mit dem RP20 in der Formel 1 endlich der große Wurf gelungen. Beim ersten Rennen 2020 erfüllte die Neuentwicklung die Erwartungen von Sergio Perez und Lance Stroll auf ganzer Linie. Trotzdem liegt der Mercedes-Kunde nach dem ersten Wochenende 18 Punkte hinter Mittelfeld-Leader McLaren. Für den Steiermark GP ist den Pinken klar: Aus diesem Paket müssen sie mehr machen.

"Es ist toll, dort vorne mit Ferrari und McLaren zu kämpfen. Wir haben definitiv eine super Pace, wir waren im Qualifying und im Rennen konkurrenzfähig. Aber wir hatten im Rennen kein Glück, als wir am Ende die Strategie in den Sand gesetzt haben", so Perez, der beim Auftakt lange hinter dem Mercedes-Duo gelegen hatte und sich schlussendlich mit Platz sechs zufrieden geben musste.

"Das hat uns ein Podest gekostet und mit Lance' Ausfall haben wir wichtige Punkte in der WM verloren", sagt der Mexikaner weiter. Trotz nur acht WM-Punkten ist die Aufbruchstimmung im ehemaligen Force-India-Team ungetrübt. "Wir hatten einen tollen Start in die Saison. Das haben wir all der harten Arbeit unseres Teams im Winter zu verdanken, die dieses Paket auf die Beine gestellt haben. Es ist großartig", so der Kanadier.

"Zum ersten Mal haben wir vom ersten Rennen an ein konkurrenzfähiges Auto, mit dem wir arbeiten können", freut sich Perez und kündigt noch mehr Performance an: "Es wird später ein gutes Update geben. Wir sind zuversichtlich und kauen nicht mehr die ganze Zeit auf unseren Nägeln." Leichtes Spiel hat Racing Point aber trotz des Quantensprungs mit dem RP20 nicht.

Racing Point vs. Ferrari vs. McLaren: Fahrer entscheidet

Nach den Wintertestfahrten in Barcelona war der von der Konkurrenz als pinker Mercedes abgestempelte Bolide der klare Favorit im Mittelfeld. In Spielberg stellte sich das Kräfteverhältnis aber plötzlich ganz anders als erwartet da. Mit McLaren, Racing Point und Renault waren drei Mittelfeldteams deutlich weiter vorne als 2019. Etwas, das auch der schwachen Performance von Ferrari und der schlechten Zuverlässigkeit von Red Bull geschuldet war.

"Zwischen uns, McLaren und Ferrari ist es sehr eng aber das hängt alles von der Runde ab", sieht Stroll zwischen den Teams kaum einen Unterschied. "Eine halbe Zehntel ändert für dich in diesem Bereich alles", pflichtet Perez dem Stallgefährten bei. "Sie haben an diesem Wochenende mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht. Hoffentlich können wir das dieses Wochenende ändern. Es wird auf uns Fahrer ankommen."

Perez schaut schon auf Rennen in Ungarn

Fast wichtiger als das zweite Wochenende in Spielberg wird für Perez das dritte Rennen 2020 in Ungarn. "Es wird sehr interessant, auf einer anderen Rennstrecke zu fahren. Ich glaube nicht, dass wir dadurch besser sein werden. Ich will nur herausfinden, ob wir immer konkurrenzfähig sein können und nicht nur auf bestimmten Kursen", erklärt er.

Nach den ersten Erkenntnissen wird der Hungaroring vor allem die Defizite des RP20 auf die Probe stellen. "Die langsamen und mittelschnellen Kurven sind die Schwäche unseres Autos, die wir am meisten verbessern müssen. In den schnellen Kurven sind wir ziemlich stark.", so Perez.

Die Wiederholung des Rennwochenendes in Spielberg soll was das angeht schon erste Antworten liefern. "Wir haben ein paar gute Ideen, die wir am Wochenende ausprobieren wollen. Wir müssen sehen, wie sehr wir uns im Vergleich zu den anderen verbessern können. Alle werden am vergangenen Wochenende etwas gefunden haben. Ich denke nicht, dass irgendjemand das Maximum aus seinem Paket gemacht hat."


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