Formel 1

Formel 1 heute vor 31 Jahren: Senna deklassiert Prost - wieder!

Heute vor 31 Jahren in der Formel 1: Ayrton Senna liefert Fabel-Qualifying. MSM blickt in einer neuen Geschichtsserie zurück auf besondere Momente.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Saison 2020 lässt wegen der Coronavirus-Pandemie auf sich warten. Motorsport-Magazin.com nutzt die Zwangspause für eine neue Serie historischer Beiträge - ‚On this day’. Heute: Am 6. Mai 1989 bewies Ayrton Senna einmal mehr, warum der Rekord des Brasilianers für die meisten Pole Positions in der Formel 1 lange Zeit als unantastbar galt.

Formel 1 heute vor 31 Jahren: Senna, Fürst von Monaco

Die 65 Pole Positions Ayrton Sennas zählen zweifelsohne zu jenen Werten der Formel-1-Statistik, die so gut wie jeder Fan des Sports ganz genau kennt. Lange Zeit galt diese Marke als völlig unantastbar - selbst Michael Schumacher gelang es, Sennas Vorgabe mit letztlich 68 nur knapp zu überbieten -, bis Lewis Hamilton mit inzwischen 88 in noch einmal völlig neue Dimensionen vorstieß.

Sennas Ruf als Qualifying-Monster geht jedoch nicht nur auf die absolute Zahl zurück, sondern rührt auch daher, wie Senna manche seiner ersten Startplätze herausfuhr - mit Abständen, die heutzutage kaum mehr vorstellbar scheinen. Ein Beispiel für das Genie des Brasilianers auf eine schnelle Runde liefert die F1-Geschichte am heutigen 6. Mai.

Ayrton Senna hält noch heute Sieg- und Pole-Rekord im Hafen von Monaco - Foto: Sutton

Monaco 1989: Senna-Pole 1,148 Sekunden vor Prost

Vor 31 Jahren lieferte Senna in Monaco eine pure Machtdemonstration. Um mehr als eine Sekunde deklassierte Senna im Zeittraining zum Rennen im Fürstentum das gesamte Feld, inklusive Alain Prost. Dem zweiten McLaren-Piloten - selbst schon fast eine Sekunde vor dem Rest der Welt - fehlten unfassbare 1,148 Sekunden auf den Brasilianer.

Unfassbar? Ja. Aber überraschend? Nun ja - im Vorjahr war der Rückstand sogar noch größer ausgefallen. 1988 trennten Prost (selbst 1,2 Sekunden vor P3) sogar 1,427 Sekunden von Sennas Fabelzeit. Das bekannte Ende der Geschichte fiel damals allerdings weit weniger rühmlich für Senna aus. Mit fast eine Minute Vorsprung auf Prost in Führung knallte der Brasilianer bei Portier in die Streckenbegrenzung. Das Aus.

Sennas Monaco-Dominanz 1988 fand ein jähes Ende - Foto: Sutton

Ayrton Senna noch heute Monaco-Rekordhalter

Ein Jahr später sollte Senna das nicht noch einmal passieren. Unter gleichen Voraussetzungen schaukelte der Weltmeister diesmal den Sieg nach Hause - mit 52 Sekunden Vorsprung auf Prost, eine Runde auf den drittplatzierten Stefano Modena und mindestens zwei Umläufe auf alle anderen.

Beim Großen Preis von Monaco in den Straßen von Monte Carlo hält Senna bis heute alle Bestmarken. Mit sechs Erfolgen ist er Rekordsieger, mit fünf Pole Positions auch Rekordhalter in dieser Wertung. Sennas wohl berühmteste Qualifying-Runde rührt allerdings von anderer Stelle. Ebenfalls 1989 fuhr der McLaren-Pilot in Suzuka mit 1,730 Sekunden Vorsprung auf Teamrivale Prost auf Pole.

In Japan setzte Senna in Sachen Vorsprung noch einen drauf - Foto: Sutton

Formel 1 heute vor 36 Jahren: Jede Menge Jubiläen in Imola

Beim San Marino GP 1984 erreichten gleich mehrere Fahrer Meilensteine ihrer Karrieren. Zunächst war da Jo Gartner, der sein erstes Formel-1-Rennen startete. Dann Andrea de Cesaris mit Rennstart Nummer 50 und auch noch Riccardo Patrese mit Nummer 100.

Nelson Piquet startete unterdessen zum zehnten Mal von Pole und fuhr ebenfalls zum zehnten Mal die schnellste Rennrunde. Das half dem Brasilianer jedoch nichts. Zwölf Runden vor Schluss fiel Piquet mit Turbo-Defekt aus, Alain Prost - ohnehin schon in Führung - gewann.

Was sonst noch geschah:

Vor 56 Jahren: Andrea Chiesa wurde in Mailand geboren. Der Schweizer startete drei Grands Prix, sieben Mal verpasste er es, sich zu qualifizieren.
Vor 62 Jahren: Tommy Byrne erblickte das Licht der Welt Der Ire startete 1982 bei zwei Rennen und verpasste drei Mal die Qualifikation.
Vor 101 Jahren: André Guelfi wurde geboren. Der gebürtige Marokkaner, dann Franzose, startete 1958 ein einziges Mal - in Marokko.


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