Formel 1

Formel 1: Charles Leclerc triumphiert bei virtuellem Grand Prix

Charles Leclerc gewinnt das virtuelle Formel 1-Rennen in Melbourne mit deutlichem Vorsprung. Christian Lundgaard und George Russell landen auf dem Podium.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Das zweite virtuelle Formel-1-Rennen ist geschlagen. Nach dem Chaos-Auftakt von Bahrain, an dem nur zwei echte Formel-1-Piloten teilnahmen, waren die Erwartungen für das zweite F1-Ersatzrennen etwas gedämpft. Doch bei dem virtuellen Vietnam-GP, der in Ermangelung des Stadtkurses von Hanoi im Spiel auf dem Albert Park Circuit ausgetragen wurde, ging es deutlich gesitteter zu als noch vor zwei Wochen in Bahrain.

Charles Leclerc sicherte sich bei dem Event, das eine halbe Renndistanz betrug, einen klaren Sieg vor dem Formel-2-Pilot Christian Lundgaard und Williams-Fahrer George Russell.

Starterliste

Team Fahrer Fahrer
Mercedes Stoffel Vandoorne Esteban Gutierrez
Ferrari Charles Leclerc Arthur Leclerc
Red Bull Alex Albon Ben Stokes
McLaren Lando Norris Jenson Button
Renault Christian Lundgaard Andre Heimgartner
Alpha Tauri Luca Salvadori Nunzio Todisco
Racing Point Jimmy Broadbent Anthony Davidson
Alfa Romeo Antonio Giovinazzi Johny Herbert
Haas Pietro Fittipaldi Louis Deletraz
Williams Nicholas Latifi George Russell

Qualifying: F2-Fahrer mit Bestzeit

Schon im Qualifying zeigte sich, dass die Leistungsdichte im Feld deutlicher dichter war als noch bei dem virtuellen Bahrain-GP. Die ersten elf Fahrer lagen innerhalb von einer Sekunde. Die erste Position sicherte sich der Renault-Junior Christian Lundgaard. Da sich der Däne allerdings eine 5-Plätze-Strafe eingefangen hatte, startete er nur von P6. Die Pole erbte Charles Leclerc. George Russell erhielt Startplatz 2. Dahinter folgten Haas-Testfahrer Louis Deletraz, Sauber-Junior Arthur Leclerc, und RB-Pilot Alex Albon.

Leclerc feiert Start-Ziel-Sieg; Norris mit Disconnect

Der Start in das 29-Runden-Rennen verlief im vorderen Feld noch ruhig. Doch nach einer halben Runde verabschiedete sich Alex Albon mit einem Dreher. Synchron warfen an derselben Stelle auch Johnny Herbert und Nunzio Todisco ihren Wagen weg. Gar nicht erst aus den Startlöchern kam Lando Norris. Der Simracing-Enthusiast verlor schon vor dem Rennstart die Verbindung zur Lobby.

Charles Leclerc trat schon früh im Rennen die Flucht nach vorne an. Dahinter machte George Russel einen Fehler. Arthur Leclerc schlüpfte durch und stellte eine familieninterne Doppelführung her.

Christian Lundgaard arbeitete sich durch diese Fehler schnell nach vorne und schnappte sich in der siebten Runde Arthur Leclerc außen in Kurve 1. Der Monegasse vertat sich bei diesem Manöver und drehte sich.

Zwischen Runde 7 und 9 gingen alle Topfahrer nacheinander an die Box. An der Hackordnung änderte sich nichts. Lediglich Christian Lundgaard sammelte eine 5-Sekunden-Strafe für eine Überschreitung des Speedlimits in der Boxengasse.

In der zweiten Hälfte des Grand Prix beruhigte sich das Rennen etwas, Leclerc nahm seinen Verfolgern eine Sekunde nach der anderen ab, während sich Lundgaard seinerseits von Russell distanzierte. Antonio Giovinazzi setzte sich nach einem Duell mit Louis Deletraz auf die vierte Position, während der Schweizer einen Fehler einstreute und mehrere Positionen einbüßte. 5 Runden vor Schluss verlor Giovinazzi seine Position allerdings wieder – diesmal an Arthur Leclerc.

Charles Leclerc überquerte die Ziellinie mit deutlichem Abstand vor Christian Lundgaard, der trotz seiner Zeitstrafe die zweite Position hielt. George Russell beendete das Rennen auf dem dritten Rang. Dahinter klassifizierten sich Arthur Leclerc und Antonio Giovinazzi. Stoffel Vandoorne, Louis Deletraz, Alexander Albon, Jimmy Broadbent und Nicholas Latifi komplettierten die ersten zehn Positionen.

"Ich bin glücklich über den Sieg. Aber es war für mich unglaublich schwer, denn man hat keine Möglichkeiten die G-Kräfte zu spüren. Wir wussten als wir in das Rennen gingen, dass derjenige der am wenigsten Fehler macht, den Sieg holen würde", sagte Rennsieger Charles Leclerc.

Der nächste Virtual-GP findet analog zum ursprünglich geplanten F1-Kalender in zwei Wochen auf dem Shanghai International Circuit statt.


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