Nicht nur Mark Webber war vollkommen überrascht als auf seiner Qualifying-Runde am Samstagnachmittag plötzlich der B·A·R von Takuma Sato mitten auf der Ideallinie vor ihm fuhr.

Während der Japaner diese Situation auf ein "Problem mit dem Boxenfunk" zurückführte, ärgerte sich Webber verständlicherweise über seine beeinträchtige Rundenzeit. Einen Schuldspruch wollte er jedoch zumindest öffentlich nicht wagen: "Anscheinend gab es keine Kommunikation zwischen der B·A·R-Box und Takuma, er wusste wohl nicht, was los war. Das war eine entscheidende Kurve. Die Sache hat wahrscheinlich drei Zehntelsekunden gekostet. Aber das Ergebnis ist trotzdem ganz okay."

Die Rennkommissare des Türkei GP sahen dies jedoch anders und bestraften den Japaner für seine Behinderung des Australiers. Entsprechend muss Sato wegen eines Verstoßes gegen Artikel 114 des F1-Reglements von ganz hinten ins Rennen gehen.

Angesichts der beiden Motorwechsel Michael Schumacher und Narain Karthikeyan sowie der fehlenden Rundenzeiten von Robert Doornbos und Jacques Villeneuve, gibt es allerdings noch einige Unklarheiten über die genaue Startreihenfolge am Ende des Grid.

Rubens Barrichello entging unterdessen einer solchen Strafe. Wie Sato war auch der Brasilianer auf seiner In-Lap zu langsam und wurde in der letzten Kurvenkombination von Giancarlo Fisichella eingeholt, der sich nach dem Qualifying darüber beschwerte dabei in seiner Konzentration gestört worden zu sein. Nichtsdestotrotz erachteten die Stewards diesen Fall nicht als schlimm genug und beließen es bei einer Verwarnung für den Noch-Ferrari-Piloten.