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Formel 1, Red Bull: Verstappen bleibt bis 2023

Nach Charles Leclerc hat nun auch Max Verstappen einen Vertrag für die Zukunft unterschrieben. Er bleibt bis 2023 bei Red Bull.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die Spekulationen um die Zukunft von Max Verstappen sind beendet: Der Niederländer bleibt bis zur Formel-1-Saison 2023 bei Red Bull Racing. Das gab der Rennstall am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt.

"Ich freue mich sehr, meine Partnerschaft mit dem Team fortzusetzen. Red Bull hat fest an mich geglaubt und mir die Möglichkeit gegeben, in die Formel 1 einzusteigen. Dafür war ich ihnen schon immer dankbar. Im Laufe der Jahre sind das Team und ich immer näher zusammengewachsen. Abgesehen von der Leidenschaft jedes Einzelnen im Team und der Performance auf der Rennstrecke macht es mir auch sehr viel Spaß, mit so einer großartigen Gruppe an Menschen zusammenarbeiten zu dürfen", sagt 22-Jährige in der Mitteilung des Teams.

"Die Fortschritte der vergangenen zwölf Monate und die Tatsache, dass Honda an Bord gekommen ist, motivieren mich umso mehr und stärken meinen Glauben daran, dass wir gemeinsam erfolgreich sein können. Ich respektiere die Art und Weise, wie Red Bull und Honda zusammenarbeiten und jeder gibt alles für den Erfolg. Ich möchte mit Red Bull gewinnen und unser Ziel ist es natürlich, gemeinsam um die WM zu kämpfen", so der Niederländer weiter.

Max Verstappen wurde bei Red Bull zum jüngsten Grand-Prix-Sieger

Teamchef Christian Horner findet: "Es sind fantastische Nachrichten für unser Team, dass wir den Vertrag mit Max verlängert haben und er bis mindestens zum Ende der Saison 2023 bei uns bleiben wird. Angesichts der Herausforderungen mit den Regeländerungen für das Jahr 2021 ist es ein Schlüsselfaktor, in so vielen Bereichen wie möglich Kontinuität vorzuweisen. Max hat gezeigt, dass er ein wichtiger Bestandteil des Teams ist, er glaubt an diese Partnerschaft, die wir gemeinsam mit unserem Motorenpartner Honda geformt haben, und wir sind froh, dass wir unsere Zusammenarbeit mit ihm verlängern konnten."

Formel 1 Q&A: Wie stark wird Honda 2020?: (20:46 Min.)

Max Verstappen war 2015 in die Formel 1 eingestiegen und ging für Toro Rosso an den Start. In der Saison 2016 kam es zum Platztausch mit Daniil Kvyat. Nach vier Rennen wurde der Russe zu Toro Rosso abkommandiert und Verstappen rückte bei Red Bull nach. Im ersten Rennen für das neue Team fuhr der Niederländer seinen ersten Sieg ein. Dadurch kürte er sich zum, jüngsten Sieger eines Formel-1-Rennens. Inzwischen ist Verstappen achtfacher Grand-Prix-Sieger.

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Gerüchte, Verstappen könnte Red Bull verlassen. Treffen zwischen Mercedes Motorsportchef Toto Wolff und Max Verstappens Vater Jos befeuerten diese. Noch in der vergangenen Saison hatte Verstappen eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, die allerdings nicht wirksam wurde.

Bei Red Bull sind die Weichen für die gestellt

Damit sind die Weichen bei Red Bull für die Zukunft gestellt: Mit Motorenpartner Honda wurde bereits verlängert. Allerdings geht der Deal mit den Japanern vorerst nur bis zur Saison 2021. Red Bull und Honda wollen abwarten, die sich die Formel 1 mit dem neuen Reglement entwickelt und ob die Kosten für die Entwicklung der Motoren drastisch gekürzt werden können.

Kurz vor Weihnachten hat sich bereits Ferrari-Pilot Charles Leclerc langfristig an seinen Arbeitgeber gebunden. Der Teamkollege von Sebastian Vettel unterschrieb sogar einen noch längeren Vertrag. Er wird bis 2024 bei der Scuderia bleiben.

Lewis Hamilton bleibt Königsfigur im Transferpoker

Weil Ende 2020 zahlreiche Fahrerverträge auslaufen, wurde eine spannende Silly Season erwartet. Vor allem Verstappens Vertragsverlängerung kam überraschend früh. Königsfigur im Transferpoker ist nun Lewis Hamilton: Auch der Vertrag des Weltmeisters läuft Ende des Jahres aus.

Manch einer glaubt, den Briten könnte es gemeinsam mit Toto Wolff zu Ferrari ziehen. Durch die Verstappen-Verlängerung würde Mercedes bei einem solchen Szenario aber nicht nur ohne Teamchef, sondern nun auch ohne Nummer-eins-Fahrer dastehen.


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