Formel 1

Formel 1, Albons Reifenwahl: Ein Trumpf gegen Hamilton?

Red-Bull-Pilot Alexander Albon wird in den US GP mit weichen Reifen gehen. Diese Entscheidung könnte sich am Start gegen Lewis Hamilton auszahlen.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Mit seiner Strategie im Q2 schlug Alexander Albon am Samstag aus der Art. Der Red-Bull-Fahrer war der einzige Fahrer eines der drei Top-Teams, der auf die rot markierten weichen Reifen setzte. Sein Teamkollege Max Verstappen sowie die Ferrari- und Mercedes-Piloten setzten im Q2 auf die Medium-Reifen. Somit muss dieses Quintett darauf in den Großen Preis der USA 2019 starten.

Am Start sind die weicheren Reifen nicht zwangsläufig ein Nachteil, da sie schneller auf Temperatur kommen. Das könnte ein wichtiger Trumpf gegen Lewis Hamilton sein, der sich auf Platz fünf und damit eine Position vor Albon qualifiziert hat. Gemäß den Simulationen von Pirelli ist eine Ein-Stopp-Strategie mit einem Start auf weichen Reifen die schnellste Option für das Rennen.

Albons RB15 wird zur Qualifikation besser

Wie kam es dazu, dass Albon auf den weichen Reifen ins Rennen auf dem Circuit of the Americas gehen wird? Er schloss Q2 auf dem dritten Platz ab, mit rund 0,9 Sekunden Vorsprung auf Platz elf, den ersten Eliminations-Rang. War es angesichts der Leistung überhaupt notwendig, auf die weichen Reifen zu setzen? "Nach dem zweiten und dem dritten Freien Training fanden wir es schwierig, uns auf Medium-Reifen zu qualifizieren", sagte er auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Es lief dann doch besser als erwartet."

Nachdem sich Albon am Freitagvormittag im Auto wohlgefühlt hatte, kam er danach nicht mehr richtig mit dem RB15 zurecht. "FP2 und FP3 waren zäh. Dann haben wir ein paar Änderungen für die Qualifikation vorgenommen. Q1 war okay, nichts Besonderes. Für Q2 haben wir weitere Änderungen durchgeführt, was sich gut angefühlt hat. In Q3 war es dann gut", sagte der Thailänder.

Im letzten Qualifying-Segment hatte sich Albon zunächst auf die sechste Position gefahren. Auf seiner zweiten Runde wollte er noch einmal nachlegen: "Ich war zwei Zehntel besser, etwa in der Region von Lewis. Aber ich habe zu viel gepusht, bin von der Strecke abgekommen. Es ist frustrierend. Denn es waren schwierige Tage und wir haben uns zurückgekämpft", beschrieb er die Ausgangslage in Austin.


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