Formel 1

Formel 1: Termin für Alfa-Protest gegen Hockenheim-Strafe fix

Nachdem Räikkönen und Giovinazzi in Hockenheim nach Strafe alle Punkte verloren, zieht Alfa Romeo vor das Berufungsgericht. FIA fixiert September-Termin.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Das finale Ergebnis des Deutschland GP der Formel 1 wird noch länger auf sich warten lassen. Alfa Romeo hatte bereits bestätigt, dass sie gegen die Zeitstrafen gegen Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi Berufung einlegen wollen. Jetzt hat die FIA auch den Termin für die Anhörung offiziell verkündet.

Am 24. September wird der Fall vor dem Internationalen Berufungsgericht der FIA, dem International Court of Appeals, in Paris verhandelt. Dort wird entschieden, ob Räikkönen und Giovinazzi, die in Hockenheim ursprünglich auf den Plätzen sieben und acht ins Ziel kamen, ihre Punkte zurückbekommen.

Alfa-Einspruch gegen Stop-and-Go-Strafe

Ein Detail zur Alfa-Strafe in Hockenheim: Da es sich um eine Stop-and-Go-Strafe handelte, die nachträglich zu einer Zeitstrafe umgewandelt wurde, können sie dagegen eigentlich keinen Einspruch einlegen. So sieht es der Sporting Code der FIA vor. Denn es handelt sich um eine sportliche Strafe.

Um trotzdem Einspruch zu erheben, muss Alfa einen Fehler im ursprünglichen Strafverfahren im Sinn haben. Womöglich geht es dabei um das Strafmaß: Wenn die Stewards die Autos von Räikkönen und Giovinazzi als nicht den Regeln entsprechend einstuften, hätte das eigentlich eine Disqualifikation zur Folge haben müssen. Dagegen kann zum Beispiel sehr wohl Einspruch erhoben werden.

Ursprünglich hatten die FIA-Stewards in Hockenheim beide Alfas mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt, da sie beim Start verbotene Unterstützung erhalten haben sollen. Konkret ging es um Kupplungs-Einstellungen. Die Stewards konnten zwar nicht eindeutig feststellen, ob sich Räikkönen und Giovinazzi einen Vorteil verschafft hatten - aber auf jeden Fall waren die Einstellungen außerhalb der Grenzwerte, und daher strafbar.

Alfa beschwört, dass es sich dabei um einen Fehler handelte, über den sie keine Kontrolle hatten. Laut ihnen stehe der mit den zusätzlichen Safety-Car-Runden vor dem Regen-Start in Hockenheim in Verbindung.

Die Stop-and-Go-Strafen wurden nachträglich in 30-Sekunden-Zeitstrafen umgewandelt, da sie erst nach dem Rennen ausgesprochen wurden. Profiteure waren die Haas, die auf die Plätze sieben und acht vorrückten - aber auch Lewis Hamilton und Robert Kubica, die dadurch in die Punkte rutschten. Sollte Alfa die Plätze zurückbekommen, würde vor allem Williams ihren einzigen WM-Punkt verlieren.


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