Formel 1

Formel 1 Hockenheim, Vettel nach Technikdrama auf Startplatz 20

Sebastian Vettel muss beim Deutschland GP 2019 vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Erst Technik-Defekt an Vettels Ferrari, dann auch bei Leclerc.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Großes Drama um Sebastian Vettel und Ferrari: Ausgerechnet im Qualifying zu seinem Heimrennen auf dem Hockenheimring konnte der Ferrari-Pilot keine einzige Rundenzeit fahren und muss deshalb vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Auch bei Teamkollege Charles Leclerc schlug der Defekt-Teufel zu.

Vettel musste nach einer Outlap im ersten Qualifikationssegment sofort wieder an die Box zurückfahren, wo seine Mechaniker hektisch die Motorabdeckung abnahmen und zu retten versuchten, was nicht mehr zu retten war.

Ein Problem am Turbolader, genauer gesagt mit der Luftzufuhr zum Lader, legte den V6-Motor im Heck von Vettels Ferrari lahm. Schon vor dem Ablaufen der Uhr kletterte der Lokalmatador aus seinem Boliden.

Vettel: Pole war drin

Besonders ärgerlich für Vettel und die zehntausenden Fans auf den Tribünen: Ferrari ist auf dem Hockenheimring konkurrenzfähig. "Ich denke, die Chance heute richtig weit vorn zu stehen, wäre gut gewesen", so Vettel nach dem Aus. "Nach allem, was bis jetzt gelaufen ist, war Pole in Reichweite."

Ob Pole tatsächlich in Reichweite war, konnte auch Teamkollege Charles Leclerc nicht zeigen. Der Monegasse musste im finalen Qualifikationssegment aussteigen und konnte keine Rundenzeit setzen. Leclerc qualifizierte sich damit immerhin noch auf Rang zehn. Am Ferrari mit der Startnummer 16 gab es ein Problem am Benzinsystem.

"Es ist natürlich gerade hier sehr, sehr bitter", ärgerte sich Vettel, der in Hockenheim noch nie gewinnen konnte. "Aber es bleibt mir nicht viel anderes übrig, als auf morgen zu schauen. Hoffentlich können wir ein gutes Rennen haben. Es ist alles drin, aber es wäre schöner gewesen, ganz vorne loszufahren als ganz hinten."

Erst vor wenigen Wochen in Österreich ereilte Vettel im Qualifying ein Technik-Defekt. Auf dem Red Bull Ring konnte der Deutsche keine Runde im Q3 fahren, weshalb er sich nur auf Rang zehn qualifizierte.

Kleiner Hoffnungsschimmer für Vettel: Die Chancen auf einen chaotischen GP stehen gut. Die Meteorologen sagen für den Rennsonntag ein Regenrisiko von 80 Prozent vorher.


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