Formel 1

Formel 1, Silverstone 2. Training: Mercedes knapp vor Ferrari

Mercedes-Bestzeit im 2. Freien Training von Silverstone. Valtteri Bottas hauchdünn vor Lewis Hamilton. Ferrari hält Anschluss, Red Bull weiter zurück.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Mercedes meldet sich im 2. Freien Training der Formel 1 in Silverstone im Doppelpack an der Spitze zurück. Valtteri Bottas und Lewis Hamilton verwiesen die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Sebastian Vettel auf die Plätze drei und vier. Red Bull lag nach der Bestzeit durch Pierre Gasly im FP2 am Nachmittag deutlich zurück. Neuer Asphalt macht Piloten das Leben schwer.

Die Platzierungen: Mit einer Rundenzeit von 1:26.732 Minuten fuhr Bottas auf dem Soft-Reifen die schnellste Zeit des Trainingsfreitags. Der Finne war damit rund vier Zehntel schneller als Gasly im ersten Training. Auffällig war jedoch, dass der weiche Reifen nur minimal mehr Performance als die Medium-Mischung brachte. Auf dieser war Bottas eine Zeit von 1:26.781 Minuten gefahren.

Hamilton büßte als Zweiter sieben Hundertstel ein. Leclerc und Vettel fuhren ihre schnellsten Runden wie das Mercedes-Duo auf Soft. Der Monegasse hielt mit zwei Zehnteln Rückstand auf die Bestzeit den Anschluss, Vettel lag fast eine halbe Sekunde hinter Bottas. Schnellster Red Bull war als Fünfter erneut Gasly, der auf dem Soft-Compound fünf Zehntel verlor.

Der Franzose und sein Teamkollege Max Verstappen wurden von Lando Norris im McLaren gesplittet. Der Rookie kam auf der Soft-Mischung auf acht Zehntel an die Bestzeit heran. Verstappen fuhr seine schnellste Zeit auf Medium und landete als Siebter knappe zwei Hundertstel hinter Norris.

Komplettiert wurden die Top-10 von Carlos Sainz, Alexander Albon und Sergio Perez. Das Trio führte das in Silverstone wieder sehr kompakte Mittelfeld an. Sainz verlor 1,2 Sekunden auf die Bestzeit, bis zu Antonio Giovinazzi auf der 17. Position lag das Feld hinter ihm innerhalb von nur drei Zehnteln. Die letzten drei Plätze gingen an Romain Grosjean und das Williams-Duo.

Die Zwischenfälle: Der neue Asphalt auf dem Silverstone Circuit erwies sich auch am Nachmittag als knifflig. Zunächst rutschte Albon in Maggotts in die Wiese, wenig später kam auch Vettel in der schnellen Kurvenkombination von der Strecke ab. Beide Piloten konnten ihr Training nach einem Ausritt durchs Grün fortsetzen.

Hamilton leistete sich ebenfalls noch auf dem Medium-Reifen einen Ausritt in Stowe. Kubica drehte sich in der letzten Kurve und Sainz ging in Becketts weit. Die schnelle Rechtskurve, welche die Piloten über den Chapel-Linksknick auf die Hangar Straight führt, wurde bei den Qualifying-Runs zu einem neuralgischen Punkt.

Zunächst verlor Norris das Auto und musste durch die asphaltierte Auslaufzone, wenig später gingen auch Bottas und Hamilton auf ihren ersten schnellen Runden mit dem Soft-Reifen an dieser Stelle weit und verloren auf Kerb und Wiese am Ausgang wertvolle Zehntel. Kurz vor Schluss leistete sich Leclerc einen wilden Quersteher in Brooklands, nach dem er durch die Wiese musste.

Abgesehen von den wenig folgenschweren Ausritten gab es bei einigen Piloten technische Probleme. Grosjean griff aufgrund eines Hydraulikdefekts erst spät ins Geschehen ein. Williams-Rookie George Russell musste seinen Boliden mit einem Getriebeproblem vorzeitig an der Box abstellen und kam nur auf elf Runden. Eine Viertelstunde vor Schluss rollt Ricciardo in Becketts aus, was eine VSC-Phase nach sich zog.

Das Wetter: Mit 21 Grad Celsius Luft- und 37 Grad Celsius Streckentemperatur konnten Teams und Fahrer nicht über den britischen Sommer klagen. Der Wind bereitete zusammen mit dem noch niedrigen Griplevel zusätzliche Probleme.


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