Formel 1

Formel 1, Perez wütet gegen Stewards: Haben Rennen ruiniert

Sergio Perez war nach seiner Strafe in Frankreich außer sich. Der Mexikaner ist sich keiner Schuld bewusst und geht mit den Offiziellen hart ins Gericht.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Sergio Perez landete beim achten Formel-1-Rennen 2019 in Frankreich nach einer Strafe auf dem undankbaren zwölften Platz. Die Entscheidung der Stewards nach seinem Ausritt in der ersten Runde bringt den Mexikaner auf die Palme. Er ist sich keiner Schuld bewusst: Alles richtig gemacht und trotzdem bestraft. Chance auf Punkte wegen Fehlentscheidung verloren.

"Ich denke, wir hätten heute in den Punkten sein können. Aber wenn du mal eine Strafe hast, bist du völlig aus dem Rennen. Egal was du machst, davon erholst du dich nicht. Sie haben unser Rennen ruiniert", macht Perez die Entscheidung der Offiziellen für seine vierte Nullrunde in Folge verantwortlich.

Im engen Startgetümmel hatte er in Kurve drei kurz das Heck verloren und musste durch die Auslaufzone. Die Rückkehr auf die Strecke erfolgte mustergültig. Perez nahm den weiten Weg und fädelte sich nach dem Poller wieder ins Feld ein. "Ich habe mich verbremst und bin von der Strecke abgekommen. Also habe ich gemacht, was ich machen soll", erklärt er gegenüber Motorsport-Magazin.com

Perez versteht die Welt nicht mehr

"Ich bin um den Poller gefahren, um sicherzustellen, dass ich die Track Limits respektiere." Auf den ersten Blick schien die Szene damit auch erledigt. Erst einige Runden später sprach die Rennleitung eine 5-Sekunden-Zeitstrafe inklusive eines Strafpunkts gegen ihn aus, weil er bei der Aktion drei Position gutgemacht hatte. Etwas, das ihm selbst nicht einmal bewusst gewesen war.

"Das ist für mich unmöglich zu beurteilen", verteidigt sich Perez. "Ich bin hinter Hülkenberg wieder rausgekommen, und dort war ich auch gestartet. Es war für mich in dem Moment sehr schwer zu beurteilen, ob ich einen Vorteil hatte oder nicht. Alles worum ich mich gekümmert habe, war die Regeln zu befolgen."

Dass ihm ausgerechnet daraus ein Nachteil entsteht, verärgert ihn: "Ich habe heute eine Strafe bekommen, weil ich mich an die Regeln gehalten habe. Ich weiß nicht, was ich in der Situation hätte anders machen sollen. Ich habe die Regeln befolgt und wenn das dann schneller ist, ist das nicht mein Problem."

Perez fordert bessere Regeln

Ähnlich wie Vettel in Montreal wurde Perez letztendlich für einen gewöhnlichen Fahrfehler bestraft. Hätte er nicht den vorgeschriebenen Weg um den Poller herum genommen, hätte es eine Strafe gegeben. Nimmt er ihn, gibt es auch eine. Für ihn ein Unding: "Die Regeln sind doch klar. Du musst um den Poller fahren und solange du das machst, verhältst du dich regelkonform. Trotzdem habe ich die Strafe bekommen. Ich weiß wirklich nicht, was das soll."

Für ihn ist die Strafe das Ergebnis eines Fehlers im System: "Wenn du dort langfährst, sollst du eigentlich viel Zeit verlieren. Aber es war halt die erste Runde. Dann sollten sie es noch langsamer machen, um das sicherzustellen." Darüber hinaus hätte er es vorgezogen, wenn man ihn sofort über den unrechtmäßigen Positionsgewinn informiert und ihn aufgefordert hätte, sich zurückfallen zu lassen.


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