Formel 1

Sergio Perez glänzt in Baku: Red Bull geärgert, McLaren besiegt

Racing Point is back! Sergio Perez und Lance Stroll sorgen für Baku-Wiederauferstehung. Doppelte katapultieren Team in der Formel-1-WM 2019 nach vorne.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Ohne das übliche Baku-Chaos blieb die Podestsensation für Sergio Perez 2019 aus. Das vierte Formel-1-Rennen 2019 war für den Mexikaner und sein Team Racing Point dennoch ein voller Erfolg. Platz sechs dank makelloser Performance von Perez. Lance Stroll sorgt mit einem soliden Rennen für doppelte Punktefreude. Die Force-India-Nachfolger melden sich zurück im Kampf um die Mittelfeld-Spitze.

Schon der Start von Perez ließ keine Fragen offen. Nach der ersten Runde lag der Racing-Point-Bolide mit der Startnummer elf an vierter Stelle hinter dem Mercedes-Duo und Vettel. "Es sah am Start gut aus, als ich an Verstappen vorbeiging", sagt der Mexikaner über diese eindrucksvolle Momentaufnahme.

Einige Runden gelang es ihm, sich gegen Verstappen zu behaupten. "Wir hatten nicht die Pace um über die gesamte Renndistanz gegen Red Bull zu kämpfen", erklärt Perez, was ohnehin schon vor dem Rennen klar war. Für eine Wiederholung der Podesterfolge von 2016 und 2018 hätten einige Autos der Top-Teams Federn lassen müssen.

Perez erkämpft Platz sechs gegen McLaren-Duo

Nachdem Perez einige Zeit alleine als erster Verfolger der großen Drei unterwegs war, wurde die Luft für ihn im letzten Renndrittel noch einmal überraschend dünn. McLaren machte mit beiden Autos Druck auf den 29-Jährigen. "Ich musste mich darauf konzentrieren, die McLaren auf Abstand zu halten", sagt er.

"Nach der VSC-Phase gelang es mir, viel Temperatur in die Reifen zu bekommen. Das hat mir geholfen, Platz sechs zu halten", so Perez, der die Ziellinie sieben Sekunden vor Carlos Sainz überquerte. Den größten Gefallen tat ihm McLaren allerdings, als sie Lando Norris in der VSC-Phase für einen zweiten Boxenstopp hereinholten. Der Rookie hatte vor der Neutralisierung bei Perez im DRS-Fenster gehangen.

Stroll staubt ab: Ricciardo und Kvyat bescheren Punkte

Der neunten Platz von Lance Stroll rundete das Teamergebnis in Baku ab. Nach einem abermals enttäuschenden Qualifying zeigte der Kanadier eine solide Performance. Vom 13. Startplatz aus leistete er sich keine Fehler und profitierte dafür von den Patzern der Konkurrenz.

"Wir hatten Glück mit der Kollision zwischen Kvyat und Ricciardo, denn dadurch haben wir ein paar Positionen gutgemacht", so Stroll, der bei seinem dritten Auftritt in Baku zum dritten Mal in die Punkte fuhr. Nach dem dritten Platz 2018 und einem achten Rang im Vorjahr war es dennoch sein bisher schwächstes Ergebnis in Aserbaidschan.

Dennoch gibt ihm das Resultat Anlass zur Freude: "Es fühlt sich gut an, zurück in den Punkten zu sein, denn das Rennen war vom Start an bis ins Ziel sehr schwierig", sagt der 21-Jährige, für den es die ersten Punkte seit seinem neunten Platz beim Auftakt in Australien waren.

Racing Point sieht Potential des RP19: Update für Barcelona

"Wir sind nach Baku zufrieden, unseren Job gut erledigt zu haben. Es war unsere stärkste Performance bisher. Auf dieser Rennstrecke sind wir traditionell schnell und es war wichtig, dieses Wochenende auszunutzen", freut sich Teamchef Otmar Szafnauer. Durch die zehn Punkte aus Baku machte Racing Point in der WM einen ordentlichen Satz. Das Team liegt nach vier Rennen auf Platz fünf, nur einen Punkt hinter McLaren.

"Ich denke, wir sehen langsam das Potential des RP19, was ermutigend ist", so der Teamchef, dessen Truppe wie 2018 in den ersten Rennen nur schwer in die Gänge kam. Traditionell setzte man beim ehemaligen Force-India-Rennstall darauf, die Konkurrenz beim Entwicklungsrennen über die Saison abzuhängen.

Für das kommende Wochenende soll der RP19 die erste Kraftkur erhalten. "Wir haben für Barcelona ein Upgrade und ich freue mich darauf, unsere Performance dort zu sehen" sagt Perez. Stroll hofft darauf, die Form halten zu können: "Ich bin wirklich glücklich damit, wo wir jetzt stehen. Wir kämpfen in jedem Rennen um Punkte. Aber es ist zweifelsohne sehr eng im Mittelfeld. Wir werden weiter pushen."


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