Formel 1

Formel 1: Mick Schumacher bei Ferrari-Debüt hinter Verstappen

Mick Schumacher startet in seine Formel-1-Testkarriere fast mit einer Bestzeit. Beim verrückten Regentest in Bahrain holt Verstappen Platz eins.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Was für ein Auftakt für Mick Schumacher: Bei seinem ersten Formel-1-Test überhaupt setzte der 20-jährige Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher mit 1:29,976 Minuten fast die Tagesbestzeit. Kurz vor dem Ende der Session unterbot Max Verstappen im Red Bull mit 1:29,379 Minuten die Zeit des Ferrari-Testers knapp.

Eine vorsätzliche Aktion des Niederländers? "Nein, ich mache einfach mein Programm. Das ist nicht meine Absicht, ich konzentriere mich einfach auf meinen Job hier", erklärt er gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Während Verstappen seine Bestzeit auf den C3-Reifen, dem Soft-Reifen des Bahrain GP 2019, fuhr, zog Ferrari Mick Schumacher die weichsten Reifen auf, die Pirelli im Angebot hat. Der C5-Reifen kommt sonst auf Strecken wie Melbourne oder Monaco zum Einsatz.

Um 09:10 Uhr Ortszeit bewegte Schumacher zum ersten Mal einen Formel-1-Boliden. Ganz vorsichtig tastete er sich aus der Ferrari-Garage heraus, fuhr eine erste Installationsrunde. Mit den Zeiten in seinen ersten Runs lag Schumacher zunächst noch am Ende des Feldes, doch der Formel-2-Pilot verbesserte sich stetig.

Verrückt: Ausgerechnet in der Wüste sorgte Regen zeitweise für ein Test-Debakel. Rund vier Stunden lang bewegte sich kein einziges Auto auf der Strecke, obwohl der Regen nicht besonders stark war.

Der Grund dafür ist kurios: Die Teams dürfen sich die Reifensätze für den Test selbst zusammenstellen. Kein einziger Rennstall hatte bei Reifenlieferant Pirelli Regen- oder Intermediate-Reifen geordert. Somit konnte erst gut eine Stunde vor Ende der Session wieder gefahren werden.

Hinter Verstappen und Schumacher reihte sich Lando Norris im McLaren ein. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Romain Grosjean und Alex Albon. Weltmeister und Bahrain-Sieger Lewis Hamilton landete auf Rang sechs vor Daniel Ricciardo im Renault.

Fernando Alonso, der im McLaren als Pirelli-Tester sein Formel-1-Comeback gab, wurde schließlich Elfter. Neben McLaren setzte noch Toro Rosso ein zweites Auto für den speziellen Pirelli-Test ein. Die Italiener entwickeln bereits die Pneus für 2020.

In den letzten Sekunden der Session zerlegte Lance Stroll noch den Racing Point. Der Kanadier flog ab und schlug mit Front und Heck ein. Die linke Seite des RP19 war so lädiert, dass Stroll nicht mehr aus eigener Kraft zurück an die Box fahren konnte.

Formel 1 2019, Testfahrten in Bahrain: Ergebnis Tag 1

P. Fahrer Team Zeit Abstand Runden
1 Verstappen Red Bull 1:29.379 - 62
2 Schumacher Ferrari 1:29.976 0.597 56
3 Norris McLaren 1:30.800 1.421 22
4 Grosjean Haas 1:30.982 1.603 42
5 Albon Toro Rosso 1:31.089 1.709 71
6 Hamilton Mercedes 1:31.156 1.777 77
7 Ricciardo Renault 1:31.584 2.205 45
8 Stroll Racing Point 1:31.964 2.585 32
9 Sainz McLaren 1:32.059 2.679 32
10 Giovinazzi Alfa Romeo 1:32.067 2.687 53
11 Alonso McLaren 1:32.207 2.827 64
12 Fittipaldi Haas 1:32.708 3.329 20
13 Kubica Williams 1:33.290 3.910 19
14 Kvyat Toro Rosso 1:33.653 4.273 45
15 Russell Williams 1:33.682 4.302 27

Mick Schumacher fährt auch am zweiten Tag des Young Driver Tests in Bahrain. Der Ferrari-Junior muss das Cockpit des SF90 allerdings für Sebastian Vettel räumen. Schumacher darf dann im Alfa Romeo ran.


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