Formel 1

Formel 1, Ferrari ohne Mission-Winnow-Lackierung in Australien

Ferrari wird beim Formel-1-Saisonstart in Australien ohne Mission-Winnow-Branding unterwegs sein. Zuvor strich die Scuderia 'MW' schon aus dem Namen.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Nächste Episode in der Causa Ferrari und 'Mission Winnow'. Nachdem zuletzt eine neue Version der FIA-Starterliste für die Formel-1-Saison 2019 offenbart hatte, dass der Kampagnenname des langjährigen Ferrari-Sponsors Philipp Morris aus dem offiziellen Teamnamen wieder verschwunden ist, folgt nun, was bereits absehbar war.

Zumindest beim Saisonstart in Australien werden die schwarzen Logos und Schriftzüge auch von den Ferrari-Boliden von Sebastian Vettel und Charles Leclerc, sämtlichen Ausrüstungsgegenständen wie Teambekleidung und Trucks verschwinden. Das hat Ferrari-CEO Louis Camilleri Medienberichten zufolge jetzt im Rahmen des Genfer Automobilsalons bestätigt.

Untersuchungen in Australien gegen Ferrari & Mission Winnow

"Es gab Probleme mit der Gesundheitsabteilung und Philipp Morris hatte nicht die Zeit, eine Lösung zu finden", erklärt Camilleri diese Entscheidung zehn Tage vor dem Saisonstart. In Australien hatten zuvor diverse Behörden Untersuchungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tabakwerbeverbot im Sport eingeleitet. 'RaceFans' zufolge hat auch die EU-Kommission das Thema im Blick.

Gleichzeitig bekräftigte der Ferrari-Chef jedoch auch den Standpunkt des Tabakkonzerns. "Winnow ist keine Marke, es hat nichts mit Tabak zu tun, denn es geht dabei um den Übergang von Tabak zu Elektronik", so Camilleri mit Blick auf alternative Produkte wie Philipp Morris' IQOS.

Ferrari-Chef verspricht Fans Überraschung als neue Lackierung

Statt der überall auf dem Ferrari SF90 angebrachten Mission-Winnow-Logos dürfen die Fans in Melbourne nun etwas völlig anderes erwarten. Was genau, sagte Camilleri nicht, versprach jedoch: "In jedem Fall haben wir in Australien eine Überraschung für die Fans auf dem Auto."

Wie Ferrari nach dem Australien GP weiter verfahren wird, ist nach aktuellem Stand noch offen. Möglich wäre schon zum Bahrain GP ein Comeback - nicht nur der Logos, sondern auch eine erneute Änderung des Teamnamens.


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