Formel 1

Formel 1, Abu Dhabi: Hamilton holt Pole in Qualifying-Showdown

Lewis Hamilton steht beim F1-Rennen in Abu Dhabi auf der Pole Position. Der Weltmeister setzte sich in einem engen Showdown gegen Bottas und Vettel durch.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton hat sich die letzte Pole Position in der Formel-1-Saison 2018 gesichert. Der Mercedes-Pilot setzte sich in einem spannenden Showdown gegen Teamkollege Valtteri Bottas und Sebastian Vettel im Ferrari durch. Für Hamilton ist es die elfte Pole in der laufenden Saison und die 83. seiner F1-Karriere.

Mercedes eröffnete das letzte Q3 der Saison 2018. Hamilton legte mit 1:35.295 Minuten eine richtig schnelle Rundenzeit vor, war damit eine gute Sekunde schneller als Bottas' Pole-Zeit aus dem Vorjahr. Der neue Streckenrekord war da natürlich nur Formsache. Vettel hielt mit einer halben Zehntel Rückstand allerdings den Druck aufrecht. Dahinter ging es ebenfalls eng zu. Bottas, Ricciardo, Räikkönen und Verstappen lagen alle innerhalb von zwei Zehntelsekunden.

Der Weltmeister eröffnete wenige Minuten später auch den Showdown. Im Mittelsektor fuhr er abermals eine absolute Bestzeit, doch auch die Konkurrenz war schnell unterwegs. Vettel zeigte im ersten Streckenabschnitt eine Bestzeit, Bottas war im Mittelsektor nochmals schneller als Hamilton. Letzterer schraubte seine Rundenzeit auf unglaubliche 1:34.794 Minuten herunter, Bottas verlor am Ende anderthalb Zehntel.

Vettel gelang es nicht, seine Fabelrunde durchzubringen. Im letzten Sektor ließ er entscheidende Zehntel liegen und reihte sich damit schlussendlich als Dritter hinter den Silberpfeilen ein. Räikkönen komplettierte die zweite Startreihe für Ferrari, dahinter landeten Ricciardo und Verstappen. Komplettiert wurden die Top-10 von Grosjean, Leclerc, Ocon und Hülkenberg.

Qualifying - Session 3
Zwischenfälle: -
Top-5: Hamilton, Bottas, Vettel, Räikkönen, Ricciardo

Q2 in Abu Dhabi: Verstappen als einziges Ultrasoft-Opfer

Das war Q2: Mercedes, Ferrari und Red Bull ließen sich im Q2 nicht lange bitten und machten sich mit dem Erlöschen der Ampeln sofort an die Arbeit. Alle Top-Teams sowie Force India entschieden sich für ihren ersten Run für Ultrasoft, um mit der härteren Reifenmischung in den finalen Grand Prix des Jahres zu gehen.

Hamilton brannte mit 1:35.693 Minuten gleich im ersten Anlauf einen neuen Streckenrekord in den Asphalt. Die Konkurrenz verblasste angesichts dieser Fabelzeit. Bottas verlor als Zweiter sieben Zehntel, das Ferrari-Duo büßte sogar eine Sekunde auf den Weltmeister ein. Ricciardo war mit dem Ultrasoft Fünfter, Verstappen und die Force India hingegen scheiterten auf der Reifenmischung.

Die letzten Runs eröffnete Hamilton. Für den Mercedes-Pilot stand eine Q3-Simulation auf Hypersoft auf dem Programm. Der Großteil des Feldes setzte für die Schlussphase ebenfalls auf die weichste Reifenmischung. Sicher in den Top-10 waren nur die beiden Silberpfeile, weshalb bei der Konkurrenz durchaus noch Verbesserungen zu erwarten waren. Vettel fuhr als einziger Pilot nochmal auf Ultrasoft.

Leclerc sorgte abermals mit absoluten Sektorbestzeiten in den ersten beiden Streckenabschnitten für Furore. Der Monegasse schob sich zunächst hinter das Mercedes-Duo auf Platz drei vor. Dahinter verbesserte sich auch Hülkenberg, der sich hinter Leclerc einreihte. Vettel war mit seinem letzten Run erfolgreich und sicherte sich mit der drittschnellsten Zeit ebenfalls den Ultrasoft als Startreifen.

Verstappen rettete sein Qualifying in letzter Sekunde und schob sich bis auf Platz zwei vor. Er wird dafür am Sonntag mit Hypersoft ins Rennen gehen. Räikkönen und Ricciardo verbesserten sich auf Hypersoft hingegen nicht. Ihre Ultrasoft-Runden reichten für den Einzug ins Q3 und dem damit einhergehenden Strategievorteil für das Rennen. Aus dem Mittelfeld fuhren neben Leclerc und Hülkenberg auch Grosjean und Ocon in die Top-10.

Qualifying - Session 2
Zwischenfälle: -
ausgeschieden: Sainz, Ericsson, Magnussen, Perez, Alonso
Top-5: Hamilton, Verstappen, Vettel, Bottas, Leclerc

Q1 in Abu Dhabi: Alonso erniedrigt Vandoorne

Das war Q1: Die Piloten von McLaren, Toro Rosso, Sauber und Williams eröffneten das letzte Qualifying der Saison 2018. Die Top-Teams ließen zunächst noch auf sich warten. Räikkönen ging als erster Pilot aus dem Favoritenkreis auf die Strecke. Kurz darauf verließen auch Vettel und die Silberpfeile ihre Garagen. Alle Piloten fuhren im Q1 auf Hypersoft.

Nach den ersten Runs markierte Vettel mit einer Rundenzeit von 1:39.946 Minuten. Räikkönen und Hamilton lagen mit weniger als einer Zehntel Rückstand hauchdünn dahinter. Bottas musste mit drei Zehnteln relativ deutlich abreißen lassen. Erst nach rund zehn Minuten gab es die ersten Rundenzeiten von Red Bull.

Ricciardo und Verstappen schoben sich zwischen die Mercedes-Teamkollegen auf die Positionen vier und fünf. Vettel legte im zweiten Run noch einmal nach und schraubte seine Zeit noch einmal um zwei Zehntel herunter. Doch auch Mercedes hatte noch Luft noch oben, denn Bottas rückte kurz vor Schluss auf eine Hundertstel an die Bestzeit heran, Hamilton folgte vier Hundertstel dahinter.

Außerhalb der Top-10 ging es zwei Minuten vor Schluss in die heiße Phase. Die Top-Teams sowie die Verfolger von Renault und Grosjean verzichteten auf letzte Runs. Leclerc drehte im Sauber mit absoluten Bestzeiten in den ersten beiden Sektoren richtig auf und schob sich auf Platz sieben vor. Ocon beeindruckte mit Platz vier ebenfalls.

In der K.o.-Zone landeten am Ende wieder die üblichen Verdächtigen. Hartley bezwang als 16. in seinem wahrscheinlich letzten F1-Qualifying Teamkollege Gasly. Hinter dem Toro-Rosso-Duo machte Vandoorne mit dem 18.Platz seine 21:0-Niederlage gegen Alonso perfekt, der in seinem letzten Q1 starker 14. wurde. Die letzten beiden Plätze gingen an Sirotkin und Stroll.

Qualifying - Session 1
Zwischenfälle: Gasly rollte auf seiner In-Lap nach Ablauf der Zeit mit einem Defekt aus
ausgeschieden: Hartley, Gasly, Vandoorne, Sirotkin, Stroll
Top-5: Vettel, Bottas, Hamiton, Ocon, Räikkönen

Das Wetter: Das Qualifying begann um 17:00 Uhr Ortszeit traditionell bei Tageslicht und führte die Protagonisten der Königsklasse in den darauffolgenden 60 Minuten in die Nacht. Bei 28 Grad Celsius Außentemperatur war der Asphalt zu Beginn noch auf 33 Grad aufgeheizt. Im Verlauf der Session sank die Temperatur der Streckenoberfläche auf 28 Grad Celsius.


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