Formel 1

Formel 1 Frankreich 2018: Grosjeans Rauch-Motor nicht kaputt

Im Kanada Qualifying sah es bei Romain Grosjean nach einem kapitalen Motorschaden des Ferrari-Antriebs aus. Nun steht fest: Der Motor ist gar nicht kaputt.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Für Haas läuft die Formel-1-Saison 2018 alles andere als rund. "In der Theorie könnten wir vor Renault stehen", ärgert sich Teamchef Günther Steiner vor dem Frankreich GP. Während die Franzosen aber mit 56 Punkten Rang vier in der Konstrukteurswertung belegen, hat Haas lediglich 19 Zähler auf dem Konto - Rang acht.

Dabei stimmt die Performance, Haas fährt meist auf einem Niveau mit Renault. Doch unglückliche Umstände, Fehler und Unfälle machen die Saison bislang zur Pannenserie. In Kanada erwischte Romain Grosjean im Training ein Murmeltier, im Qualifying schlug das Murmeltier-Imperium offenbar mit einem kapitalen Motorschaden zurück.

Doch diesmal ist es Glück im Unglück für den Franzosen, der mit null Punkten auf seinem Konto zum Heimrennen reisen musste: Der Ferrari-Motor erlitt bei dem Zwischenfall keinen Schaden. Die spektakuläre Rauchwolke kam nur zustande, weil Öl in einen Zylinder eingespritzt wurde. Das Leck im Ölkreislauf darf aber behoben werden, ohne neue Motorkomponenten einzusetzen.

Haas in Frankreich Top-Favorit für Best of the Rest

Grosjean muss somit also keine Startplatzstrafe fürchten, Haas befindet sich noch im Motorenplan. Vor allem in Le Castellet eine gute Nachricht, rechnet sich der Rennstall bei der Rückkehr des Frankreich GP doch einiges aus.

Das Update, das beim Kanada GP Debüt feierte, soll auf dem Circuit Paul Ricard erst so richtig zum Tragen kommen. Dazu kommt die Streckencharakteristik. "Sie ist nicht gleich wie Barcelona, aber ähnlich", freut sich Steiner. In Barcelona fuhr Haas in einer eigenen Liga hinter den drei Top-Teams.

Dazu kommt auch in Frankreich der dünnere Spezial-Reifen von Pirelli zum Einsatz. Offenbar profitierte der US-amerikanische Rennstall davon. "Sagen wir so, geschadet hat er uns nicht", meint Steiner.


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