Formel 1

Formel 1 in Zukunft mit 18-Zoll-Rädern? Pläne für 2020, 2021

Fährt die Formel 1 in Zukunft mit größeren Rädern? Ein Abschied von den 13-Zöllern steht zur Debatte. 18 Zoll zum neuen Reglement 2021? Oder schon 2020?
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 erweitert ihre Pläne für die umfassenden Änderungen des Reglements der Zukunft um eine weitere Facette. Nach Motoren und Aerodynamik rückt nun noch ein weiteres Kernelement in den Fokus: die Räder.

Was passieren soll? Sie sollen größer werden - doch meint das dieses Mal nicht die Breite wie zur Saison 2017, sondern den Durchmesser: Von den bisherigen und vertrauten 13 Zoll soll die Schnittstelle von F1-Auto und Rennstrecke auf 18-Zoll-Räder wachsen. An entsprechenden Plänen arbeitet diversen Berichten zufolge bereits ein Team an Ingenieuren um Liberty Medias Technikchef Ross Brawn.

Reglement 2021 und Pirellis F1-Vertrag

Idealerweise sollen die größeren Räder gemeinsam mit den umfassenden Änderungen am Reglement 2021 kommen - das spart einen erneuten Richtungswechsel bei Entwicklung und damit noch mehr Kosten wie Aufwand. Allerdings gibt es auch Vorschläge, die 18-Zöller schon 2020 zu bringen. Das macht zumindest insofern Sinn, als dass Pirellis Vertrag als exklusiver Reifenpartner der Formel 1 2019 ausläuft.

Sollten die Italiener abgelöst werden müsste ein Ersatzhersteller jedoch einzig für 2020 13-Zoll-Pneus entwickeln und für 2021 gleich wieder neu die größeren. Doppelter Aufwand also. Bleibt Pirelli, wäre das entspannter. Die Italiener könnten frühzeitig mit der 18-Zoll-Entwicklung beginnen und sind mit den gegenwärtiger 13ern ohnehin vertraut.

Marketing: Deshalb ist 18 Zoll für Pirelli besser

Hinzu kommt, dass Pirelli selbst alles andere denn als Gegner größerer Räder in der Formel 1 gilt, sind diese dem Straßenverkehr doch sehr viel ähnlicher, ließen sich entsprechend besser vermarkten. Zu sehen waren 18-Zöller ohnehin schon an einem recht aktuellen F1-Auto. So testete Charles Pic 2014 einen entsprechend ausgestatteten Lotus, Martin Brundle war in Monaco 2015 immerhin im GP2 mit großen Rädern unterwegs.

In Monte Carlo bestätigte am Rande des Grand Prix vor gut einer Woche auch Pirelli-Geschäftsführer Marco Tronchetti Provera, der Hersteller wäre in jedem Fall offen und auch bereit für eine entsprechende Änderung. Es gehe vielmehr um die Teams, also um Fragen wie den nötigen Umbau von Aufhängungen oder Aerodynamik. "Wenn die Teams bereit sind, sind wir es auch", so der Pirelli-Boss. "Je größer sie sind, desto besser!"


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