Formel 1

F1, Spanien: Hamilton im 2. Training vorne, Defekt bei Ferrari

Mercedes sicherte sich mit Lewis Hamilton auch im 2. Freien Training der Formel 1 in Barcelona die Bestzeit. Red Bull vor Vettel, Räikkönen mit Defekt.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton hat im 2. Freien Training der Formel 1 zum Grand Prix von Spanien 2018 für die zweite Mercedes-Bestzeit am Freitag gesorgt. Der amtierende Weltmeister setzte sich vor dem Red-Bull-Duo mit Daniel Ricciardo vor Max Verstappen durch. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel reihte sich dahinter als Vierter ein, während Kimi Räikkönen sein Training mit technischen Problemen vorzeitig beenden musste.

Die Platzierungen: Hamilton fuhr auf Pirellis Supersoft-Reifen eine Bestzeit von 1:18:259 Minuten. Damit war der Brite allerdings eine knappe Zehntel langsamer als die Bestmarke Teamkollege Valtteri Bottas am Vormittag. Einen seiner beiden Qualifying-Runs auf dem weichsten Reifen schmiss Hamilton allerdings weg, als er in Turn 7 weit ging. Ricciardo und Verstappen verloren auf Supersoft anderthalb respektive zweieinhalb Zehntel.

Bester Ferrari war Sebastian Vettel, der mit 1:18.585 Minuten auf eine halbe Zehntelsekunde an Verstappen herankam. Dahinter ging es mit Bottas weiter eng zu. Er verlor als Fünfter nur drei Hundertstel auf Vettel. Kimi Räikkönen markierte mit einer halben Sekunde Rückstand auf Hamiltons Bestzeit das Schlusslicht der Top-Piloten. Der Iceman musste seine Session mit einem Defekt allerdings auch knapp eine halbe Stunde vor Ablauf der Uhr vorzeitig beenden.

Best of the Rest hinter den Top-Teams waren die Haas-Boys. Romain Grosjean setzte sich als Siebter gegen Kevin Magnussen durch, obwohl der Franzose nach einem Dreher früh in der Session lang Zeit an der Box stand. Die Top-10 komplettierten Stoffel Vandoorne im McLaren und Sergio Perez im Force India. Das Schlusslicht bildete wie schon im FP1 das Williams-Duo mit Lance Stroll vor Sergey Sirotkin.

Die Zwischenfälle: Wie schon am Vormittag war auch das 2. Freie Training von Drehern und Ausritten geprägt. Der Wind machte den Piloten besonders in den Kurven vier und sieben zu schaffen. Als ersten Piloten erwischte es Grosjean, der seinen Haas nach nur etwas mehr als fünf Minuten in Turn 7 im Kiesbett versenkte, als er beim Einlenken das Heck verlor. Die Rennleitung rief eine VSC-Phase aus, die nach rund zehn Minuten wieder aufgehoben werden konnte.

Grosjean war etwa eine halbe Stunde vor Schluss wieder auf der Strecke. In der Zwischenzeit hatten auch die Top-Piloten so ihre Probleme mit dem Wind und dem glatten Asphalt. Neben Hamilton gingen auch Verstappen und Ricciardo in Kurve sieben weit, anders als Grosjean allerdings am Ausgang. Einen richtigen Ausritt ins Kiesbett konnten sich im Gegensatz zum Haas-Piloten ebenfalls vermeiden.

Räikkönen muss Training mit Defekt beenden

Etwa 40 Minuten vor dem Ende rodelte Räikkönen in Turn 4 ins Aus, nachdem ihm beim Einlenken das Heck ausgebrochen war. Nach einem Umweg durchs Kiesbett schien der Finne das Training zunächst wieder normal aufnehmen zu können, wenige Minuten später rollte er mit seinem Ferrari jedoch in langsamer Geschwindigkeit zurück an die Box. Da der SF71H in diesem Moment Rauchzeichen von sich gab, ist ein Defekt an der Power Unit zu vermuten.

In der Schlussphase machte Ferrari-Junior Charles Leclerc es dem Iceman nach und fuhr in Turn 4 durchs Kiesbett. Für den Sauber-Piloten blieb der Zwischenfall ohne große Folgen. Bei Sergio Perez sah das anders aus. Der Mexikaner wurde von seiner Force-India-Crew mit einem nicht richtig montierten linken Vorderrad auf die Strecke geschickt und musste den Boliden im Mittelsektor abstellen.

Rund fünf Minuten vor Schluss drehte sich Verstappen beim Anbremsen auf Kurve eins. Auch bei ihm war das an diesem Tag so häufig gesehen Muster zu erkennen. Der Niederländer verlor beim Einlenken plötzlich das Heck seines Red Bull und schaffte es trotz flinken Händen nicht, das ausbrechende Heck wieder einzufangen.

Formel 1 2018: Brennpunkte vor dem Spanien GP: (06:18 Min.)

Das Wetter: Die Bedingungen waren auf den ersten Blick wieder perfekt. Bei 24 Grad Celsius Außen- und 43 Grad Asphalttemperatur ließ das Wetter in Spanien keine Wünsche offen. Dafür machte der Wind den Piloten wieder zu schaffen, obwohl er mit rund 3 m/s nicht allzu heftig ausfiel. In Kombination mit der immer noch sehr glatten neuen Asphaltoberfläche machte er dem Feld dennoch das Leben schwer.


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