Formel 1

Formel 1, Baku: Sebastian Vettel mit dominanter Pole Position

Sebastian Vettel hat sich im Qualifying der Formel 1 in Baku die Pole Position gesichert. Der Ferrari-Pilot blieb für Mercedes und Red Bull unantastbar.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat sich im Qualifying der Formel 1 für den Großen Preis von Aserbaidschan 2018 (Sonntag ab 14:10 Uhr MEZ live im TV auf RTL, ORF, SRF und im Motorsport-Magazin.com Live-Ticker) die Pole Position gesichert. Für den WM-Leader ist es die dritte Qualifying-Bestzeit im vierten Saisonrennen und die insgesamt 53. seiner Karriere. Hinter ihm landete das Mercedes-Duo mit Lewis Hamilton vor Valtteri Bottas.

Im Q3 eröffnete Max Verstappen die Jagd auf die Pole Position. Der Red-Bull-Pilot legte die erste Zeit vor, wurde jedoch gleich darauf von Vettel, Hamilton und Bottas verdrängt. Räikkönen schmiss auch im finalen Segment seinen ersten Versuch weg, als er mit seinem Ferrari am Ausgang von Turn 16 auf dem Kerb aufsetzte und den Ferrari um ein Haar in die Mauer steuerte. Ricciardo setzte seinen ersten Run ebenfalls in den Sand, als er die Wand leicht touchierte.

In den Schlussminuten eröffnete Hamilton die Jagd auf Vettels zuvor aufgestellte Bestzeit. Der Brite legte im ersten Sektor mit knappem Vorsprung eine absolute Bestzeit hin, verlor dann jedoch, wodurch es nur zu einer persönlichen Bestzeit reichte. Damit sicherte er immerhin Platz zwei. Richtig Gefahr ging in diesem Moment von Räikkönen aus, der ebenfalls im ersten Sektor auf Bestzeitkurs war.

Der Iceman riskierte jedoch zu viel und warf seine Runde mit einem wilden Quersteher am Ausgang von Kurve 16 weg. Der zweite Ferrari kam dadurch nicht über Platz sechs hinaus. Bottas blieb hinter Vettel und Hamilton Dritter. Vettel reichte seine im ersten Run erzielte Zeit für die Pole. Auf den Plätzen vier und fünf landeten Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Die Top-10 komplettierten Ocon, Perez, Hülkenberg und Sainz.

Qualifying in Baku: Das sagen Vettel, Hamilton und Bottas

Sebastian Vettel: "Ich fühlte, dass das Auto in Q1 und Q2 gut war. Also wusste ich in der letzten Session, dass das Auto machen wird, was ich will. Mit der ersten Runde war ich sehr zufrieden und zum Glück hat das gereicht. Es wird ein intensives Rennen. Hier kann alles passieren und Safety Cars sind wahrscheinlich. Das Gute ist, dass unser Auto heute Nachmittag wirklich gut war, also sollten wir morgen auch in einer guten Position sein."

Lewis Hamilton: "Das war knapp. Wir haben den bestmöglichen Job gemacht. Es war sehr, sehr eng. Ich habe im letzten Sektor etwas verloren und Sebastian hat einen tollen Job gemacht. Sie waren das ganze Wochenende über die Schnellsten und sie haben in diesem Jahr offensichtlich ein phänomenales Auto. Aber ich bin wirklich glücklich darüber, wie uns das Team seit gestern nach vorne gebracht hat. Wir sind voll dabei und ich werde versuchen, Sebastian morgen das Leben schwer zu machen."

Valtteri Bottas: "Wir sind jetzt mit beiden Autos vorne dabei, starten gleich hinter ihnen (den Ferraris) und das Rennen hier kann sehr verrückt sein."

Qualifying - Session 3
Zwischenfälle: -
Top-5: Vettel, Hamilton, Bottas, Ricciardo, Verstappen

Q2 in Baku: Top-Teams setzen auf Supersoft-Strategie

Das war Q2: Wie schon im Q2 machte sich fast das gesamte Feld mit dem Umschalten der Ampel auf die Socken. Wie gewohnt wurde im zweiten Segment der Startreifen für den Grand Prix ermittelt, was gleich zu Beginn die unterschiedlichen Strategieansätze der Teams offenbarte. Während das Mittelfeld weiterhin ausnahmslos auf Ultrasoft setzte, waren die drei Top-Teams geschlossen auf Supersoft unterwegs.

Den ersten Schlagabtausch entschied Bottas vor Verstappen für sich. Dahinter war als Dritter abermals Ocon stark aufgelegt. Wenig später verdrängte Vettel den Franzosen von dieser Position. Hamilton hingegen brauchte etwas länger, setzte sich dann jedoch mit knappem Vorsprung auf Bottas an die Spitze. Räikkönen verlor durch seinen Verbremser nicht nur seine erste schnelle Runde sondern auch wertvolle Zeit.

Fünf Minuten vor Schluss belauerten sich die Piloten, lediglich das Williams-Duo und Leclerc waren unterwegs. In der Schlussphase machten sich dann alle noch einmal an die Arbeit. Räikkönen musste nochmal ran und wurde, wie der Rest der Top-Piloten, von Ferrari auf Ultrasoft rausgeschickt. Im entscheidenden Moment schnappte sich der Iceman die Bestzeit. Vettel, Hamilton & Co. beendeten ihre Runden auf dem weichsten Reifen nicht.

Vettel landete schlussendlich auf Rang sechs. Richtig eng wurde es für Ricciardo, der auf Platz zehn zurückgefallen war und sich gerade so ins Q3 rettete. Im heißumkämpften Mittelfeld hießen die Verlierer Stroll, Sirotkin, Alonso, Leclerc und Magnussen. Für sie war das Zeittraining nach dem Q2 beendet. Die Gewinner aus dem Mittelfeld waren hingegen Renault und Force India, die jeweils beide Fahrer in die Top-10 brachten.

Qualifying - Session 2
Zwischenfälle: Räikkönen verbremste sich und blieb im ersten Run ohne brauchbare Zeit
ausgeschieden: Stroll, Sirotkin, Alonso, Leclerc, Magnussen
Top-5: Räikkönen, Hamilton, Bottas, Verstappen, Ocon

Q1 in Baku: Toro-Rosso-Duo entgeht Crash

Das war Q1: Das Feld ließ sich im ersten Teil des Zeittrainings nicht lange bitten. Bis auf das Red-Bull-Duo und Sergio Perez waren in der ersten Minute gleich alle Piloten auf der Strecke. Durch den Fehler von Grosjean und die daraus resultierende gelbe Flagge mussten die ersten Versuche jedoch abgebrochen werden. Red Bull hatte durch diesen Umstand das beste Timing und markierte mit Ricciardo vor Verstappen zunächst die Spitze.

Die Bullen-Führung hatte jedoch nicht lange Bestand, denn Räikkönen und Vettel unterboten die Konkurrenz im ersten Anlauf. Wenig später schob sich Ocon als Zweiter zwischen die Ferrari-Piloten. Alle Fahrer setzten im Q1 von Beginn an auf den Ultrasoft. Der eine oder andere Pilot setzte seiner ersten schnelle Runde wie an diesem Wochenende so häufig gesehen in der Auslaufzone ein Ende und musste damit auf den letzten Versuch hoffen.

Im letzten Schlagabtausch setzte sich an der Spitze schlussendlich Räikkönen vor Verstappen, Hamilton, Vettel und Ricciardo durch. Dahinter begann dann das Hauen und Stechen um den Einzug ins Q2. Das Toro-Rosso-Duo versaute sich mit einem ungewollten Aufeinandertreffen von Hartley und Gasly den Samstag. Auf den allerletzten Drücker rettete sich Stroll mit seiner Runde ins Q2. Feierabend war für Vandoorne, Gasly, Ericsson, Hartley und Grosjean.

Qualifying - Session 1
Zwischenfälle: Grosjean verbremste sich in Turn 3 und musste sein Auto stehenlassen, da er aufgrund eines blockierten Getriebes den Rückwärtsgang nicht einlegen konnte
In der entscheidenden Phase des Qualifyings bummelte Hartley auf der Ideallinie, wobei es fast zu einem heftigen Unfall mit Teamkollege Gasly kam
ausgeschieden: Vandoorne, Gasly, Ericsson, Hartley, Grosjean
Top-5: Räikkönen, Verstappen, Hamilton, Vettel, Ricciardo

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