Formel 1

Formel 1 China 2018: Sebastian Vettels Ferrari 'zwickt' noch

Sebastian Vettel landet in den ersten beiden Trainings zum China GP in Shanghai hinter Kimi Räikkönen. Seine Erklärung: Mit dem Ferrari 'zwicke' es noch.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Für Ferrari-Pilot Sebastian Vettel setzt sich am dritten Rennwochenende der Formel-1-Saison 2018 ein Trend fort. Auch in den ersten beiden Trainings zum China Grand Prix in Shanghai erlebt der WM-Leader einen durchwachsenen Freitag, hat mit der Balance seines Ferrari SF71H zu kämpfen - erneut mehr als Teamkollege Kimi Räikkönen, der in beiden Sessions vor dem Deutschen landet.

Im ersten Training strandet Vettel sogar als langsamster aller sechs Spitzenpiloten nur auf P6, liegt stramme 0,862 Sekunden hinter Pacemaker Lewis Hamilton im Mercedes. Räikkönen hält als Zweiter den Rückstand mit gut dreieinhalb Zehntel zumindest halbwegs in Grenzen.

Vettel setzt in China auf nächsten Ferrari-Sprung über Nacht

Im zweiten Training rehabilitiert sich Sebastian Vettel. Jetzt fehlt nur noch eine Zehntel auf den erneut schnellsten Mann, Lewis Hamilton. An der ultraengen Spitze reicht das dennoch nur zu P4, Räikkönen und Valtteri Bottas quetschen sich noch in die 0,108 Sekunden zwischen Vettel und Hamilton.

"Am Nachmittag war es etwas besser, ich war etwas zufriedener. Morgen bin ich dann hoffentlich sehr glücklich", kommentiert Vettel. Zuvor sei es ziemlich durchwachsen gelaufen. "Es war insgesamt schwierig. Aber wir sind nah dran und ich denke, dass wir uns verbessern können", ergänzt Vettel.

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Schon in Australien hatte Vettel einen gebrauchten Freitag erwischt. "Da hatte ich zu kämpfen, das ist wahr. Hier ist es auch noch nicht da, wo ich sein will. Wir schauen das jetzt an. Wenn irgendjemand schlaue Vorschläge hat, sind sie sehr willkommen", scherzt Vettel allerdings noch gut aufgelegt. Sicher in dem Wissen, dass ihm und Ferrari über Nacht bis jetzt noch immer die Trendwende gelungen ist.

Formel 1 2018: Brennpunkte vor dem China GP: (06:23 Min.)

"Ich denke, dass das Auto die Pace hat. Wir müssen nur sicherstellen, dass wir es zum Arbeiten bekommen", stellt Vettel klar. "Ich bin noch nicht ganz glücklich mit der Balance. Die macht noch ein bisschen viel, was ich nicht will." Das sei gerade in Shanghai schwierig, immerhin handele es sich um eine sehr abwechslungsreiche Strecke. " Da ist es aufgrund des Layouts nicht ganz einfach, alles zusammen zu bekommen. hier und da zwickt es noch ein bisschen und will noch nicht, wie ich es will", sagt Vettel.

Eine Einschätzung zum Kräfteverhältnis wagt der Formel-1-Star dennoch, wenn auch vorsichtig. "Was den Vergleich angeht, ist es noch ein bisschen schwer zu lesen. Es wird auf jeden Fall schwer. Ich hoffe, dass wir drankommen. Wenn ja, dann wird es sehr eng. Ich glaube auf jeden Fall, dass wir uns noch steigern können."

So sieht es auch Kimi Räikkönen - nur, dass der Iceman offenbar schon einen Schritt weiter ist. "Es war ein ziemlich guter Freitag. Wir hatten Verkehr, ich hätte ganz sicher noch schneller gekonnt", sagt der zweite Ferrari-Pilot. Räikkönen fühlt sich also schon wohler im Ferrari als Vettel. "Ich war recht zufrieden mit dem Gefühl im Auto. Wir haben eine ziemlich gute Basis, schaut ziemlich gut aus", so der Finne. Es sei leicht, jetzt das Feintuning vorzunehmen.

Keinen Nachteil erwartet Sebastian Vettel in China durch die - nach dem Boxendrama von Bahrain um Kimi Räikkönen - vorgenommenen Umstrukturierungen der Boxencrew von Ferrari. "Natürlich haben wir da ein gewisses Prozedere. Natürlich haben wir nach dem Rennen jetzt geschaut, was man da in einer Woche tun kann, damit auch die Sicherheit gewährleistet ist. Das sollte aber ohne Probleme gelingen", versichert Vettel.

"Die Jungs machen genug Boxenstopps und haben das Training in dem Sinn nicht nötig. Es ist eine gewisse Routine. Es wird hier genauso gehen wie bei den anderen Rennen auch."


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