Formel 1

Formel 1: Top-5 Silberpfeil-Legenden: Von Fangio bis Hamilton

Mercedes hat schon einige Formel-1-Legenden erschaffen. Noch hat Valtteri Bottas große Fußstapfen zu füllen. Die Größten seiner Silberpfeil-Vorgänger.
von Florian Becker

5. Michael Schumacher, Karl Kling & Hans Herrmann

Drei Deutsche teilen sich den fünften Platz in der silbernen Bestenliste. Allen voran Deutschlands Formel-1-Legende schlechthin: Michael Schumacher. Der siebenmalige Weltmeister kam für die Saison 2010 nach einer dreijährigen Abstinenz im Alter von 41 Jahren noch einmal zurück in die Königsklasse. Die letzten drei Jahre seiner Karriere verbrachte Schumi in Diensten von Mercedes. Die Highlights seiner 58 Grands Prix in Silber waren die schnellste Runde im Qualifying für den Monaco GP 2012 und der dritte Rang beim Großen Preis von Europa desselben Jahres.

Auch eine schnellste Rennrunde ging beim Deutschland GP 2012 auf das Konto des Kerpeners. Gesellschaft leisten Schumacher mit Karl Kling und Hans Herrmann zwei Pioniere der Formel 1. Sie zählten zu den ersten deutschen Piloten in der Königsklasse und gingen in den Jahren 1954 und 1955 für die Silberpfeile an den Start. Kling schaffte zwei Mal den Sprung aufs Treppchen, Herrmann ein Mal. Außerdem gelang beiden jeweils eine schnellste Rennrunde.

4. Stirling Moss

In nur einer Saison für Mercedes fuhr die britische Formel-1-Legende Stirling Moss beachtliche Erfolge ein. An der Seite von Juan Manuel Fangio holte er 1955 die erste seiner insgesamt vier Vizeweltmeisterschaften in der Königsklasse. Das Highlight seiner Mercedes-Zeit war zweifelsohne der Grand Prix von Großbritannien in Aintree. Moss holte bei seinem Heimrennen die Pole Position, die schnellste Rennrunde und den Sieg - mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,6 Sekunden auf Fangio.

Lediglich ein Start- und Ziel-Sieg fehlte dem Briten, um einen 'Grand Slam' zu landen. Neben dem Heimsieg fuhr Sir Stirling in seinen insgesamt sieben Rennen für Mercedes mit zweiten Plätzen in Spa-Francorchamps und Zandvoort noch zwei weitere Male auf das Podest und konnte beim WM-Finale in Monza obendrein noch eine weitere schnellste Rennrunde einheimsen.

Michael Schumacher wollte es mit mehr als 40 Jahren bei Mercedes noch einmal wissen - Foto: Sutton

3. Juan Manuel Fangio

Juan Manuel Fangio war in seinen beiden Jahren im Mercedes-Cockpit für den Rest der Welt unantastbar. Argentiniens größter Formel-1-Star holte in den Jahren 1954 und 1955 im Silberpfeil jeweils die Weltmeisterschaft, was den zweiten und dritten seiner insgesamt fünf WM-Titel bedeutete. Fangio bestritt zwölf Grands Prix für den deutschen Hersteller und blieb in dieser Zeit nahezu makellos. Er startete jedes einzelne Rennen aus der ersten Startreihe, wobei er sieben Mal auf der Pole Position stand.

Bis auf einen Ausfall beim Monaco GP 1955 sah er zudem immer die Zielflagge. Acht Mal beendete er ein Rennen als Sieger, ein Mal als Zweiter und ein Mal als Dritter. Lediglich beim Grand Prix von Großbritannien 1954 verfehlte er mit Platz vier das Podest. Neben seinen insgesamt zehn Podestplatzierungen drehte Fangio außerdem fünf Mal die schnellste Rennrunde.

2. Nico Rosberg

Sieben Jahre ging Nico Rosberg in der Formel 1 für Mercedes an den Start. Zu Beginn seiner Zeit in Silber stand er mit Michael Schumacher als Teamkollege vor der bis dato größten Herausforderung seiner Karriere - und der Sohn von Keke Rosberg, seines Zeichens Formel-1-Weltmeisters von 1982, bestand im Duell gegen den Superstar. Mit Lewis Hamilton bekam Rosberg ab 2013 den härtesten Konkurrenten seiner gesamten Motorsport-Laufbahn zur Seite gestellt.

Nach vier nervenaufreibenden Jahren und beinharten Kämpfen konnte er 2016 endlich den langersehnten Weltmeistertitel in der Formel 1 feiern, und zog sich daraufhin sogleich aus der Königsklasse zurück. In seinen 136 Rennen für Mercedes stand er 23 Mal ganz oben auf dem Treppchen. Außerdem gingen 30 Pole Positions, 32 weitere Podiumsplatzierungen und 18 schnellste Rennrunden auf das Konto des dritten deutschen Formel-1-Champions.

2016 krönte Nico Rosberg eine starke Silberpfeil-Karriere endlich mit dem ersehnten Titel - Foto: Sutton

1. Lewis Hamilton

Lewis Hamilton ist mit seinen bisherigen Erfolgen in der Formel 1 bereits nahe am Legenden-Status. Der Brite wechselte zur Saison 2013 von McLaren zu Mercedes und holte in den Jahren 2014, 2015 und 2017 drei seiner bis dato vier WM-Titel im silbernen Overall. 41 Mal steuerte Hamilton seinen Mercedes-Boliden dabei als Erster über die Ziellinie und hat sich mit 62 Grand-Prix-Siegen in der ewigen Bestenliste mittlerweile an die zweite Position hinter Michael Schumacher geschoben.

In Sachen Pole Positions ist Hamilton mit bisher 72 Poles sein Idol Ayrton Senna inzwischen genauso überholt wie Schumacher. Mehr als die Hälfte seiner Poles fuhr er als Mercedes-Pilot heraus. Hinzu kommen 26 schnellste Rennrunden - und das alles bei gerade einmal 98 Starts für den deutschen Hersteller. Hamilton wurde in seinem Mercedes in der seit 2014 herrschenden Hybrid-Ära der Formel 1 zum Dominator des Sports. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

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