Formel 1

Fernando Alonso im Toyota: So lief sein LMP1-Test in Bahrain

Fernando Alonso hat seine ersten Runden im Toyota hinter sich! So lief es für den Formel-1-Piloten beim WEC-Rookie-Test in Bahrain:
von Tobias Ebner
Fernando Alonso im Toyota beim WEC-Rookie-Test in Bahrain: (00:50 Min.)

Fernando Alonso hat seine Premiere im Toyota-LMP1 gefeiert! McLarens Formel-1-Star bestritt für den japanischen Hersteller den Rookie-Test der WEC, der schon seit einigen Jahren am Tag nach dem Saisonfinale auf dem Bahrain International Circuit stattfindet. So lief der Tag für Alonso:

Die Bilanz von Alonso beim Rookie-Test:
Fernando Alonso war an seinem ersten Tag als LMP1-Fahrer richtig fleißig. Alonso nahm im Toyota #8 Platz, ihm wurde als Referenz Stammfahrer Sebastien Buemi zur Seite gestellt. Schon in der Vormittagssession spulte Alonso 37 Runden ab und tastete sich langsam ans Limit heran. Am Ende war Alonso langsamster LMP1-Pilot am Vormittag. Seine Bestzeit lag bei 1:43.709, womit ihm 1,6 Sekunden auf Buemi fehlten.

Mit mehr Fahrpraxis am Nachmittag konnte sich Alonso stetig verbessern. Am Ende hatte er satte 113 Runden auf seinem Konto, mit Abstand die meisten von allen LMP1-Fahrern. Im Vergleich zur Vormittagssession steigerte sich Alonso auf einen Wert von 1:43.013 Minuten, womit er zumindest LMP1-Rookie-Kollege Thomas Laurent hinter sich lassen konnte. Laurent steuerte den zweiten Toyota. Auf die Tagesbestzeit von Porsche-Pilot Timo Bernhard büßte Alonso 2,7 Sekunden ein.

Fernando Alonso arbeitete bei Toyota unter anderem mit Alex Wurz zusammen - Foto: Sutton

Das sagt Alonso zum Test:
"Das war ein großartiger Tag. Ein LMP1-Auto zu fahren ist für jeden Rennfahrer schön, denn diese Fahrzeuge sind unglaublich zu fahren. Über einen kompletten Stint sind sie sehr konstant, das ist positiv. Ich wollte schon lange solch ein Fahrzeug testen und heute habe ich geschafft, von daher bin ich happy."

Ich denke, Fernando hat mehr als 100 Runden absolviert, also mehr als an einem Formel-1-Wochenende.
Pascal Vasselon, Toyota

Das sagt Toyotas Technikdirektor Pascal Vasselon zu Alonso:
"Nachdem er sich zunächst ans Auto gewöhnt hat, haben wir mit Fernando Reifentests durchgeführt und damit die Arbeit mit Mike Conway im Schwesterauto fortgeführt. Das war ein ziemlich guter Tag. Ich denke, Fernando hat mehr als 100 Runden absolviert, also mehr als an einem Formel-1-Wochenende. Wir haben keine Runs mit wenig Benzin gemacht. Es gab keine Pokale zu gewinnen. Wir sind den ganzen Tag über mit vollem Tank gefahren und haben dabei so viel wie möglich gearbeitet."

Alonsos Jagd nach der Triple-Crown des Motorsports

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Mit seinem LMP1-Debüt ist Fernando Alonso der Startschuss in das Sportwagen-Segment geglückt. Schon seit einigen Wochen gab es Gerüchte, wonach sich Alonso Toyota anschließen könnte, um den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans anvisieren zu können. Die Anzeichen verdichteten sich, nachdem Alonsos Start beim 24-Stunden-Rennen in Daytona im kommenden Januar bekannt wurde. Für viele Stars aus der Sportwagen-Szene ist Daytona DAS Rennen, um im Winter Fahrpraxis zu sammeln.

Damit geht Alonsos Jagd nach der Triple-Crown im Motorsport weiter. Zur Triple-Crown zählen Siege beim Monaco-GP, beim Indy500 und bei den 24 Stunden von Le Mans. Erst ein Fahrer in der Geschichte konnte sich diese Triple-Crown sichern: Graham Hill, der Formel-1-Weltmeister von 1962 und 1968. Hill ist fünffacher Sieger in Monaco (1963 - 1965, 1968 und 1969), triumphierte 1966 in Indianapolis und gewann 1972 in Le Mans. Alonso kann auf zwei Siege in Monaco (2006 und 2007) sowie einem Start beim Indy500 in diesem Jahr zurückblicken. Jetzt folgt mit dem LMP1-Debüt der nächste Schritt.


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