Formel 1

Neuer Test für Robert Kubica: Jetzt will Renault die Comeback-Chance ausloten

Renault ermöglicht Robert Kubica einen zweiten Test. Diesmal geht es ans Eingemachte: Auf dem Prüfstand stehen Kubicas Fähigkeiten - für ein F1-Comeback!
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Ist es doch ernster als alle dachten? Offenbar könnte ein F1-Comeback Robert Kubicas nun doch wahrscheinlicher sein als die Beteiligten zuletzt glauben machen wollten. Denn: Jetzt hat Renault per Pressemitteilung ganz klar Position bezogen und einen weiteren, besonderen Test für den Polen angekündigt.

Ein Termin steht dafür zwar noch nicht fest, dafür Ort (Paul Ricard) und Einsatzfahrzeug - erneut ist es ein Lotus E20 in Renault-Farben. Eben jenen Boliden aus der Saison 2012 war Kubica bereits bei seinem ersten Test in Valencia Anfang Juni gefahren, als Renault alle mit dem Polen im Auto überraschte. Damals stieg der Test jedoch nur aus rein freundschaftlicher Beziehung und guten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Kubica.

Renault-Programm soll Kubicas Leistungsvermögen ausloten

Das betont Renault auch jetzt - doch diesmal gibt es eine entscheidende neue Info für Test Nummer zwei, der in Kürze über die Bühne gehen soll: Geplant ist ein Programm, dass intensiv die Fahrmöglichkeiten Kubicas analysieren soll. "Während der erste Testtag in Valencia nicht mehr war, als Robert wieder mit dem Gefühl zu Fahren vertraut zu machen, wird dieser zweite Test dafür gedacht sein, seine Fähigkeiten zu beurteilen, auf das höchste Wettbewerbsniveau zurückzukehren", schildert Renaults Cyril Abiteboul.

"Das ist ein neuer Abschnitt in seiner persönlichen und professionellen Reise und wir sind stolz, ihn zu unterstützen, indem wir ihm unsere Infrastruktur in Paul Ricard zur Verfügung stellen, die für professionelle und nicht-professionelle Fahrer geeignet ist", sagt der Managing Director. Das alles klingt schon stark danach, dass die Franzosen tatsächlich zumindest nicht abgeneigt scheinen, Kubica den Weg bis zurück in die Formel 1 zu eben.

Es gibt noch viele Hürden, die er nehmen muss.
Cyril Abiteboul

Allerdings ist man sich in Enstone durchaus bewusst, wie lang diese Weg noch dauern kann. "Es gibt noch viele Hürden, die er nehmen muss und er weiß selbst besser als jeder andere, dass nur seine Performance bestimmen wird, ob er eines Tages als professioneller Fahrer zurückkehren kann", sagt Abiteboul.

Kubica: Rückkehr-Chance 80 bis 90 Prozent

Kubica selbst hatte diese Chancen zuletzt als sehr gut beurteilt. Seine Probleme mit der Physis schienen für den Polen, der sich Anfang 2011 bei einem Rallye-Unfall schwere Verletzungen am Arm zugezogen hatte, fast überhaupt keine Rolle mehr zu spielen. Auf 80 bis 90 Prozent bezifferte Kubica bei 'Auto Express' erst in dieser Woche seine Chancen auf ein F1-Comeback.


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