Formel 1

1. Training in Baku: Überraschung durch Red Bull

Das Rennwochenende in Baku begann mit einer Überraschung in der Zeitenliste und einem großen Knall für einen der Pink Panther.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Das achte Rennwochenende der Formel-1-Saison 2017 bringt den Grand-Prix-Zirkus zum Großen Preis von Aserbaidschan auf den Straßenkurs in Baku. Dort kam es gleich im 1. Freien Training am Freitagvormittag zu einer Überraschung: Max Verstappen und Daniel Ricciardo führten die Zeitentabelle an. Die beiden Red-Bull-Fahrer trennte eine knappe halbe Sekunde.

Auf Rang drei reihte sich Sebastian Vettel im Ferrari ein. Der WM-Führende hatte gut fünfeinhalb Zehntel Rückstand auf die Bestzeit von Verstappen. Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen kam nicht perfekt klar und belegte Platz neun. Gleiches gilt für die beiden Silberpfeil-Fahrer.

Lewis Hamilton kam mit einer Sekunde Rückstand auf Platz fünf, sein Teamkollege Valtteri Bottas belegte den sechsten Platz. Er hatte bereits 1,3 Sekunden Rückstand auf die schnellste Zeit des Vormittags. Zwischen Vettel und seine silbernen Rivalen schob sich ein Pink Panther: Sergio Perez im Force India.

Der Mexikaner sorgte aber noch aus einem weiteren Grund für Aufsehen: Kurz vor Trainingsende landete er in Kurve 8 in der Leitplanke. Die Top-10 komplettierten Esteban Ocon, Felipe Massa, Kimi Räikkönen und Daniil Kvyat.

Herausforderung Asphalt und Reifen

Sergio Perez fabrizierte mit seinem Force India Schrott - Foto: Sutton

Die Reifen spielen in dieser Saison eine besondere Bedeutung. Auf einer besonders "glatten" Strecke wie etwa in ist die Asphalt-Oberfläche normalerweise nicht sehr rau. Dadurch fällt der Reifenabbau geringer aus und es ist im Allgemeinen etwas einfacher, auf die Reifen zu achten - außer bei extremen Temperaturen. Dies führt dazu, dass die weicheren Reifenmischungen eine realistische Option sind.

In Baku lag die Höchsttemperatur im vergangenen Jahr zum Beispiel bei 55°C. Damit erreichte sie den Punkt, an dem es extrem schwierig wird, die Reifen unter Kontrolle zu behalten. Da die Oberfläche zu heiß wurde, verloren die Teams Grip, was wiederum direkten Einfluss auf den Abbau und die Abnutzung hatte und damit die Strategie-Entscheidungen am Kommandostand beeinflusste.

Extreme Temperaturen beeinflussen die Reifenperformance auf unterschiedlichen Streckenoberflächen allerdings nicht immer auf die gleiche Weise. Tatsächlich kann selbst die Wissenschaft hinter diesen Berechnungen nicht jeden Aspekt der Beziehung zwischen Temperaturen, Reifen und Streckenoberfläche erklären. Es ist eine stetige Lernkurve für alle Teams im Feld, die aber gemeistert werden muss, um ein erfolgreiches Wochenende in Baku zu haben.


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