Formel 1

Sochi-Debakel für Wehrlein: Unterboden gebrochen

Der Russland GP war für Sauber eine mittlere Katastrophe: Die Pace stimmte überhaupt nicht, dann brach auch noch der Unterboden bei Wehrlein.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - "Ein Wochenende zum vergessen", bilanzierte Pascal Wehrlein nach dem Russland GP enttäuscht. Nach Startplatz 18 blieb für den Sauber-Piloten im Rennen nur der letzte Platz. Dabei hatte das Rennen einigermaßen gut begonnen: Am Start konnte Wehrlein Plätze gutmachen. "Er war auf jeden Fall besser als mein Start in Bahrain", so der Deutsche. Wegen seiner verletzungsbedingten Pause war es erst der zweite Rennstart für ihn.

Noch immer geht es für Wehrlein darum, den Erfahrungsrückstand der ersten beiden Rennen und des Wintertests wett zu machen. Doch Rennpraxis konnte er nur bedingt sammeln. Denn in Runde 18 brach der Unterboden am Sauber-Boliden ohne Fremdeinwirkung auf der Start- und Zielgeraden, Wehrlein verlor dadurch 40 Punkte Abtrieb. In Rundenzeit ausgedrückt sind das 1,5 Sekunden. "Dadurch konnte ich nichts mehr lernen, das Auto war unfahrbar", klagt Wehrlein.

Der Deutsche trägt es mit Fassung: "Ärgerlich, aber es war eh ein Wochenende, das für uns nicht sehr stark war." Sauber bekam die Reifen von Anfang an nicht in das Arbeitsfenster, hatte sowohl auf eine Runde, als auch im Longrun größere Probleme.

Durch eine clevere Strategie brachten sich die Schweizer aber immerhin in eine etwas bessere Ausgangsposition: Sowohl Marcus Ericsson, als auch Wehrlein, starteten den GP auf den Supersoft-Reifen. Außer Stoffel Vandoorne startete das gesamte Feld auf dem schnelleren Ultrasoft. Während der Safety-Car-Phase nach Runde eins kamen alle Supersoft-Starter in die Box und zogen Ultrasofts auch. "Somit konnten wir zweimal Ultrasoft fahren, das war eine gute Idee", lobt Wehrlein.

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"Immerhin sah es bis zum Unterbodenschaden dann ganz gut aus, mit Vandoorne konnte ich gut mithalten. Am Ende ist er eingebrochen, weil sie so viel Benzin sparen mussten. Vor ihm wäre ich auf jeden Fall ins Ziel gekommen", glaubt Wehrlein.

Teamkollege Ericsson kam ohne Unterbodenprobleme lediglich einen Platz vor Wehrlein ins Ziel. "Es war definitiv kein zufriedenstellendes Rennen für uns", bilanziert der Schwede und fordert: "Wir müssen uns das genau anschauen und verstehen, was wir verbessern müssen, um in den kommenden Rennen konkurrenzfähiger zu sein."


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