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Formel 1

Mercedes gibt in Belgien die Pace vor - Ferrari dicht dran - 1. Training: Bestzeit für Rosberg in Spa

Nico Rosberg erzielte die erste Bestzeit des Belgien GP 2016. Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen waren auf seinen Fersen.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Herzlich Willkommen zurück! Die Sommerpause ist endlich vorüber und die Königsklasse gibt wieder Gas. Auf der legendären Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps steigt an diesem Wochenende der 13. Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschat 2016. Nico Rosberg erwischte den besten Start nach dem kurzen Sommerurlaub.

Die Platzierungen: 1:48.348 Minuten - das ist die erste Bestzeit an diesem Rennwochenende zum Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps. Übrigens: Erzielt mit Halo. Damit setzte sich Nico Rosberg um sieben Zehntel gegen seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton durch. Kimi Räikkönen kam bis auf wenige Hundertstel an den Silberpfeil des amtierenden Champions heran. Platz vier ging an Sergio Perez noch vor Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo und Max Verstappen.

Die Tests: Gleich vier Fahrer waren im ersten Training mit dem experimentellen Kopfschutz "Halo" unterwegs. Neben Daniel Ricciardo testeten auch Nico Rosberg, Nico Hülkenberg und Carlos Sainz. Die Einführung des Systems wurde zwar für nächste Saison ausgesetzt, doch die Fahrer sollen für einen möglichen Einsatz 2018 Tests fahren und die Sicht, zum Beispiel in Eau Rouge, ausprobieren. Zudem gab es von Pirelli unmarkierte Experimentalreifen, die widerstandsfähiger gegen das Überfahren von Kerbs sein sollen.

Die Zwischenfälle: Ein Quersteher von Max Verstappen, den er gekonnt abfing. Ein paar Verbremser mit rauchenden Reifen - davon abgesehen blieben die ersten 90 Trainingsminuten des Wochenendes ohne größere Zwischenfälle. Jolyon Palmer berichtete 25 Minuten vor dem Ende von einem Problem an seinem Renault - er konnte das Auto jedoch an die Box zurückbringen. Technische Schwierigkeiten gab es auch bei Fernando Alonso. Der Spanier konnte nur drei Runden absolvieren, bevor er sein Auto an der Box abstellte und die Mechaniker das gesamte Heck abmontierten. Den einzigen Kiesbettausflug legte Romain Grosjean wenige Minuten vor Trainingsende hin.

Die Technik: Viel los an der Technikfront. Trotz Stillstand während der Sommerpause haben einige Teams Neuerungen im Gepäck - sogar Sauber hat neue Flügel dabei. Auch bei Mercedes testete Lewis Hamilton einen neuen Heckflügel. Problematischer sind seine Wechsel der Motorenkomponenten: Sowohl Hamilton als auch Nico Rosberg erhielten vor dem Training eine frische Power Unit. Bei Lewis ist es der vierte Motor, die vierte MGU-K, die sechste MGU-H und den sechsten Turbolader. Damit erhält er eine Strafversetzung um 15 Plätze. Bei Nico ist es in allen Fällen die vierte Komponente - keine Strafe.

Das Wetter: Sonnenschein in Spa-Francorchamps! Das Ardennenwetter ist wahrlich stets unberechenbar. Zum Auftakt des 13. Rennwochenendes der Formel-1-Saison 2016 präsentierte sich der 7,004 km lange Kurs im bestem Rennwetter: 25 Grad Luft- und 26 Grad Asphalttemperatur - und das bei 58% Luftfeuchtigkeit.

Die Analyse: Mercedes gibt wie erwartet die Pace in Spa vor - bislang in Person von Nico Rosberg. Hamiltons Rückstand auf seinen Teamkollegen dürfte dabei nicht repräsentativ sein. Kimi Räikkönen setzte seine normalerweise starken Spa-Leistungen auch im ersten Training dieses Wochenendes fort. Er war deutlich schneller als sein Teamkollege Sebastian Vettel, was aber natürlich noch keinerlei Aussagekraft besitzt. Stark präsentierte sich Force Idnia, die beide Autos in die Top-6 brachten - deutlich vor dem Konkurrenten im Kampf um Platz 4 - Williams. Sergio Perez konnte sogar Vettel ausstechen und seinen Teamkollegen Nico Hülkenberg klar abhängen.


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