Formel 1

Wehrlein: Kann einiges vom ihm lernen - Vandoorne ab Hockenheim Wehrleins Teamkollege?

Rio Haryanto muss um sein Formel-1-Cockpit zittern: Weil Geld fehlt, könnte schon beim Deutschland GP Stoffel Vandoorne im Manor sitzen.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Bahnt sich vor dem Deutschland GP die Sensation bei Manor an? Rio Haryanto hat zwar einen Vertrag bis zum Ende der Saison, allerdings konnte das Management des Indonesiers die dafür versprochene Zahlung noch nicht gänzlich leisten. Um für den Rest der Saison im Manor zu sitzen, wird vor Hockenheim die zweite Zahlung fällig - doch damit hat Haryantos Management Probleme. Mit Stoffel Vandoorne soll angeblich schon ein Nachfolger in den Startlöchern stehen.

Aus den Geldproblemen macht Haryanto kein Geheimnis. Der Teamkollege von Pascal Wehrlein startete in seiner Heimat eine SMS-Spendenaktion, um die benötigten Mittel zu sammeln. "Mein Management arbeitet die ganze Zeit über hart mit dem Team daran", sagt Haryanto. "Mir wurde gesagt, dass alles gut aussieht."

Der Flug nach Deutschland ist gebucht, Haryanto geht davon aus, in Hockenheim zu fahren. Es könnte auch ein Gnaden-Rennen sein, weil der Zeitplan wegen der back-to-back Wochenenden eng ist. Danach hätte er noch die Sommerpause über die Möglichkeit, das Geld aufzutreiben.

Wehrlein: Haryanto macht guten Job

Manor hat zwar mit Alexander Rossi einen Ersatzfahrer und mit Jordan King einen zusätzlichen Piloten in seinen Reihen, trotzdem kursiert das Gerücht, Stoffel Vandoorne könnte den Rest der Saison bei Manor fahren. Bevor der Belgier im nächsten Jahr womöglich Jenson Button bei McLaren ersetzt, könnte er bei Manor Formel-1-Erfahrung sammeln.

Rio Haryanto hat nicht genügend Geld für die gesamte Saison im Manor-Cockpit - Foto: Sutton

"Ich würde mich freuen, weil ich sicherlich einiges von ihm lernen kann", sagte Pascal Wehrlein zu Motorsport-Magazin.com über den möglichen neuen Teamkollegen. "Ich würde mich natürlich nicht freuen, wenn Rio geht, denn er hat bis hierher einen super Job gemacht", stellt Wehrlein klar. "Letztlich ist es aber nicht meine Entscheidung, sondern die der Teamleitung."

Und die würde das aktuelle Fahreraufgebot gerne für den Rest der Saison behalten. "Wir machen, was wir können, um sein Cockpit für den Rest der Saison zu sichern. Wir haben einen Vertrag mit ihm und wir hoffen, dass es so weitergehen wird", sagte Teamchef Dave Ryan gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Boullier: Wären zu Gesprächen bereit

"Ich erwarte, dass Rio in Deutschland im Auto ist. Das ist unser Plan. Es sind nur vier Tage bis Deutschland. Wir wissen, dass in dieser Zeit eine Menge passieren kann, aber unser Plan ist es, Rio im Auto zu haben", so Ryan. "Es gibt natürlich einen Plan B, einen Plan C und einen Plan D. Wir haben Optionen und Ideen, aber Plan A ist, Rio im Auto zu behalten."

Doch wie sieht Plan B aus? Stoffel Vandoorne? "Wir können Gerüchte nicht stoppen... Das kommt nicht von unserer Seite." McLaren Rennleiter Eric Boullier will davon ebenfalls nichts wissen, wie er Sky sagte: "Wenn Manor gerne hätte, dass er für sie fährt, könnten wir das vielleicht in Erwägung ziehen, um ein bisschen Erfahrung in diesem Jahr zu bekommen. Aber bislang ist nichts wahr daran. Wir würden uns anhören, was sie uns sagen würden."

Und Plan C oder D? "Unser Ersatzfahrer ist Alexander Rossi. Es gibt nur wenige Fahrer, die die Superlizenz haben. Wenn man sich die Liste der Fahrer ansieht, die eine Superlizenz haben, dann sind das die Kandidaten", erklärt Ryan. "Ich glaube nicht, dass es hier Raum gibt, die Superlizenz-Regeln zu umgehen. Ich halte die Regeln nicht für gut, aber es ist eine Regel und sie ist da. Wir machen die Regeln nicht, wir leben aber danach."


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