Formel 1

Keine Sorge - der Chef schaut zu - Hülkenberg: Von Platz drei ins Niemandsland

Nico Hülkenberg und Sergio Perez beendeten den Freitag in Silverstone außerhalb der Top-10. Die Force-India-Mannschaft liegt dennoch auf Kurs.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Force India ließ sich am ersten Trainingstag in Silverstone nicht von der Konkurrenz irritieren und spulte konsequent das angesetzte Programm ab. Da störte auch die Tatsache nicht, dass Nico Hülkenberg und Sergio Perez nach Top-10-Platzierungen im 1. Freien Training am Nachmittag unter ferner liefen im Mittelfeld untergingen.

Wir sind am Nachmittag nicht die Soft-Reifen gefahren. Daher sehen unsere Positionen nicht so gut aus.
Nico Hülkenberg

"Die Zeiten erzählen nicht die ganze Geschichte", sagte Hülkenberg, der am Vormittag auf den hervorragenden dritten Rang fuhr. Die Gründe dafür lagen auf der Hand, denn Force India sparte sich in der zweiten Session schlichtweg eine Zeitenjagd. "Wir sind am Nachmittag nicht die Soft-Reifen gefahren. Daher sehen unsere Positionen nicht so gut aus", fügte Hülkenberg an.

Die Force-India-Truppe konzentrierte sich beim ersten Strecken-Besuch ihres Teamchefs Vijay Mallya in dieser Saison hauptsächlich darauf, die drei verfügbaren Reifenmischungen auf Herz und Nieren zu testen. "Wir haben in den beiden Sessions alle drei Mischungen ausprobiert. Gefühlt konnten wir aber keine eklatanten Unterschiede ausmachen", so Hülkenberg weiter.

Am Samstag soll es für Nico Hülkenberg wieder in die Top-10 gehen - Foto: Sutton

Windempfindlicher VJM09

Wir hatten am Nachmittag einige Windböen, die es für uns dort draußen recht schwierig gemacht haben.
Nico Hülkenberg

Ganz problemlos verlief der Freitag für das Team allerdings nicht, da das Auto laut Hülkenberg empfindlich auf die in Silverstone herrschenden Wetterbedingungen reagierte: "Wir hatten am Nachmittag einige Windböen, die es für uns dort draußen recht schwierig gemacht haben. Es wird wichtig sein, einen Weg zu finden, den Effekt des Windes auf das Auto zu reduzieren."

Der Teamchef höchstpersönlich stützte die Aussage seines Fahrers. "Die Bedingungen waren nicht die einfachsten, da die starken Winde das Auto aus der Balance bringen konnten, besonders in den Highspeed-Kurven", erklärte Vijay Mally.

Vijay Mallya wacht an diesem Wochenende höchstpersönlich über seinen Rennstall - Foto: Sutton

Zweites Update bei Force India

Nach Barcelona brachte Force India zum Heimspiel in Silverstone das zweite Mal in dieser Saison Updates für seinen Boliden mit. "Heute Morgen haben wir uns darauf konzentriert, die neuen Teile am Auto zu bewerten, während der Rest des Tages auf die Rennvorbereitung ausgelegt war", so Mallya.

Wir hatten eine größere Auswahl an Teilen zum Testen und damit auch leicht unterschiedliche Programme für die beiden Fahrer.
Vijay Mallya

Wie bei einigen der Konkurrenten, wurde auch bei Force India experimentiert, um die Richtung für den Rest des Wochenendes festzulegen. Mallya: "Wir hatten eine größere Auswahl an Teilen zum Testen und damit auch leicht unterschiedliche Programme für die beiden Fahrer. Wir werden alle Daten analysieren, um den besten Weg für einen Schritt nach vorne zu finden."


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