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Formel 1

Nichts kann ihn stoppen - Stewart: Rosberg kann den Titel holen

Die beeindruckende Form von Nico Rosberg am Saisonende hat auch bei Sir Jackie Stewart Eindruck hinterlassen. Er sieht den Deutschen 2016 ganz stark.
von Chris Lugert

Motorsport-Magazin.com - Mit seinen sechs Pole Positions am Stück sowie seinen drei Siegen in den letzten drei Rennen der Saison betrieb Nico Rosberg mehr als nur Schadensbegrenzung nach der erneuten Schlappe im WM-Kampf gegen Lewis Hamilton. Entsprechend angriffslustig und voller Tatendrang äußerte sich Rosberg nach dem Finale in Abu Dhabi, dass ein Urlaub für ihn nicht notwendig ist.

Erneut schlug Nico Rosberg seinen Teamkollegen - Foto: Sutton

Wenngleich die neue Saison noch nicht einmal begonnen hat, stellt sich die Frage, ob der nun zweimalige Vizeweltmeister 2016 endlich zum großen Gegenschlag ausholen und sich selbst die WM-Krone aufsetzen kann. Die Formel-1-Legende Sir Jackie Stewart glaubt daran. "Wenn Mercedes seine Führungsrolle behält, fürchte ich, dass wir eine ähnliche Situation erleben. Aber schreibt Rosberg nicht ab", mahnte er. Die Form des 30-Jährigen zum Jahresende hat Eindruck beim Briten hinterlassen.

"Es gibt nichts, was Rosberg am Gewinnen hindert. Er ist schnell. Ich würde gerne sehen, dass er den Titel gewinnt. Das wäre sehr gut", stellte Stewart gegenüber der Press Association klar. Ein Schlüssel könne laut Stewart in der sanfteren Fahrweise Rosbergs liegen. "Lewis ist sehr aggressiv und aufgrund dieser Aggression hat er mehr Rennen gewonnen. Aber manchmal kann dich das auch beißen. Nico ist gut, die Frage stellt sich nicht. Die Schwierigkeit besteht darin, sehr gut zu sein. Er muss dieses kleine bisschen noch finden", schildert der dreimalige Weltmeister die Situation aus seiner Sicht.

Es gibt nichts, was Rosberg am Gewinnen hindert.
Sir Jackie Stewart

Daran, dass Mercedes auch im kommenden Jahr Weltmeister wird, zweifelt Stewart kaum. "Mercedes wird vielleicht mal geschlagen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die anderen Teams stark genug sein werden, um es mit ihnen aufzunehmen. Mehr als eine Sekunde pro Runde ist eine zu große Lücke und auch kein gutes Racing", so Stewart.

Gibt es eine Überraschung?

Komplett ausschließen will er eine Überraschung jedoch nicht. "Man weiß nie, es ist ein anderes Jahr, plötzlich kommt ein Adrian Newey mit etwas um die Ecke und schon verändert sich die ganze Szenerie. Daher kann man nie eine Garantie aussprechen", erinnert sich Stewart an die Jahre der Red-Bull-Dominanz. "Aber solange das Geld von Mercedes vorhanden ist - sowohl beim Motor, als auch beim Chassis - wird es sehr schwer, sie zu schlagen", weiß er um die Ressourcen der Silberpfeile.


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