Formel 1

Lockerung der Motorenentwicklung gut für den Sport - Wolff: Brauchen konkurrenzfähige Teams

Die Zustimmung zu den gelockerten Regeln bei der Motorenentwicklung erfolgte laut Toto Wolff, um mehr konkurrenzfähige Teams zu bekommen.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - In der letzten Woche trafen sich FIA und die Motorenhersteller, um über die Entwicklungsbeschränkungen für die kommende Saison zu sprechen. Das ursprüngliche Regelwerk sah eine geringere Zahl an Tokens vor, die bereits vor dem Saisonstart genutzt werden musste. Einstimmig wurde jedoch beschlossen, dass es mehr Tokens geben wird und diese erneut auch in der Saison eingesetzt werden können.

Die Motorentwicklung auch in der Saison gab es 2015 eigentlich nur wegen einer Regellücke, die nicht rechtzeitig geschlossen wurde. Doch um der Konkurrenz die Möglichkeit zu geben, den Leistungsrückstand aufzuholen und die zusätzlichen Tokens nicht überhastet nutzen zu müssen, wurde die Regellücke selbst zur Regel gemacht.

Toto Wolff hat erkannt, dass Konkurrenz wichtig ist - Foto: Sutton

"Wir brauchen mehr konkurrenzfähige Teams", begründete Toto Wolff gegenüber Spox die Entscheidung. Dass das dominierende Team der Konkurrenz freiwillig die Möglichkeit zum Aufholen einräumt ist dabei eher ungewöhnlich, doch der Österreicher gab zu, dass man die Regeln nicht immer nur zu den eigenen Gunsten optimieren kann: "Manchmal muss man anderen den Raum zum Atmen geben."

"Honda kam ein Jahr später dazu und Renault hat sich entschlossen wieder ein Werksteam zu werden. In dieser Hinsicht ist eine Lockerung des Regelwerks angemessen und erspart uns die Diskussion darüber, dass die anderen nicht aufholen können", erklärte Wolff weiter. "Jetzt haben wir die gleichen Bedingungen und ich denke, dass das wichtig ist."


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