Formel 1

Hülkenberg mit Tagesbestzeit - Russland GP: Die Stimmen nach dem Training

In Russland gab es am Freitag wegen Diesel und Regen nur wenig zu tun. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Fahrer-Stimmen aus Sochi.

Motorsport-Magazin.com - Nico Hülkenberg: Es war nicht der aufregendste Tag im Auto. Es ist immer frustrierend, wenn man einen großen Plan hat und dann nicht rausfahren kann. Wie in Suzuka beenden wir den Freitag ohne viel gefahren zu sein. Doch das macht es nur interessant und unvorhersagbar. Die nächsten zwei Tage sind wahrscheinlich trocken, daher wird das letzte Training entscheidend. Wir müssen uns schnell anpassen.

Nico Rosberg: Das war kein besonders hilfreicher Tag. Zunächst gab es das Problem mit dem Reinigungsfahrzeug, das etwas Benzin verloren hat. Am Nachmittag regnete es dann stark. Somit konnten wir heute nicht viel lernen. Ich übte nur einige Starts und probierte Regeneinstellungen aus. Am Samstag und Sonntag soll es trocken sein, deshalb machte es keinen Sinn, mehr zu fahren. Wir müssen also alles ins dritte Training quetschen und innerhalb einer Stunde lernen. Das dürfte an diesem Wochenende eine kleine Herausforderung werden, da Ferrari auf dieser Strecke gefährlich sein sollte.

Sebastian Vettel: Wir haben heute etwas gelernt, aber nichts, was wir an diesem Wochenende wirklich brauchen werden. Der erste Eindruck vom Auto ist gut, aber ich kann nicht mehr sagen, da wir dafür nicht genug Zeit auf der Strecke hatten. Erst mussten wir später beginnen, da die Reinigungsarbeiten lange dauerten, dann fing es am Nachmittag an zu regnen. Insgesamt wird es daher nicht einfach sein, einen Rhythmus zu finden, da die Strecke erst wenig Grip bieten wird.

Sergio Perez: Die erledigte Arbeit war begrenzt. Weil die Streckenbedingungen im ersten Training schlecht waren, fuhren wir nur ein reduziertes Programm und es war nicht einfach Abstimmungsänderungen auszuwerten. Dann kam der Regen und wir haben nur ein paar Runden absolviert, weshalb das Training morgen die wichtigste Session wird. Ich bin optimistisch für das Wochenende und denke, dass wir das Potenzial haben, konkurrenzfähig zu sein.

Daniel Ricciardo: Es ist schade, was vor dem ersten Training auf der Strecke passiert ist. Da es nicht wirklich sauber wurde, konnten wir keine nützlichen Runs absolvieren. Am Nachmittag gab es keinen Grund viele Runden zu absolvieren, da es am Wochenende nicht mehr regnen sollen. Es war ein langweiliger Tag und wir können nur auf besseres Wetter hoffen. Es ist nicht die beste Strecke für uns, aber wir werden versuchen ins Q3 zu kommen.

Verstappen ist mit dem Freitag zufrieden - Foto: Sutton

Carlos Sainz Jr.: Es war kein produktiver Freitag, da wir nicht viele Runden beendeten. Die Verzögerung am Morgen und der Regen später halfen dabei nicht. Es ist keine ideale Situation, besonders, wenn du ein Rookie auf einer neuen Strecke bist, aber wir hatten eine ähnliche Situation in Japan und dennoch ein gutes Wochenende. Hoffentlich wird es im dritten Training trocken und wir können alle nötigen Informationen für die Qualifikation sammeln.

Lewis Hamilton: Heute mussten wir einfach abwarten. Wir sahen zu und hofften, dass es aufhören würde zu regnen. Wir haben heute, als wir rausgefahren sind, etwas gelernt und einen Flügel ausprobiert. Dabei haben wir auf einer Runde Informationen gesammelt. Aber aus meiner Sicht gab es heute nicht viel zu lernen. Ich habe deswegen jedoch keine Bedenken, da wir alle im gleichen Boot sitzen. Jetzt hoffe ich, dass das Wetter morgen und am Sonntag besser ist. Wir blicken dem Wochenende zuversichtlich entgegen. Morgen finden wir mehr heraus.

Valtteri Bottas: Die Streckenbedingungen haben es schwierig gemacht das komplette Testprogramm zu absolvieren, aber es war für alle das Gleiche. Wir haben dennoch versucht das Beste aus den Sessions zu machen und wir konnten ein paar Dinge über die Reifen lernen und wie sich das Auto im Nassen verhält. Jetzt brauchen wir einen guten Plan für das dritte Training, denn es wird eine sehr wichtige Session für die Qualifikation und das Rennen.

Max Verstappen: Es war kein ereignisreicher Tag, da wir nur wenig fahren konnten. Im ersten Training konnten wir keine ordentlichen Runs machen, da der Diesel auf der Strecke noch lange nass blieb. Im zweiten Training fing es dann an zu regnen und es wurde mehr gewartet. Wir entschieden uns irgendwann auch noch ein paar Runden im Nassen zu drehen und es war sehr positiv. Ich denke wir können zufrieden sein.

Button beklagte sich über die Drainage - Foto: Sutton

Kimi Räikkönen: Wir haben heute natürlich nichts gelernt, also müssen wir bis morgen warten. Ich denke, wir sollten gut klarkommen. Wir werden sehen, wie weit wir kommen, aber wir werden es versuchen. Leider wurde heute die einzige trockene Session quasi gestrichen, weil sie den Kurs reinigen müssen. Deshalb war sie nutzlos. Natürlich ist es nicht ideal, aber es ist ja für alle gleich. Heute war ein gebrauchter Tag, nichts gelernt, also werden wir versuchen, das Beste aus dem morgigen Tag zu holen und die normalen Dinge erledigen.

Jenson Button: Trotz des Wetters und der Probleme am Morgen konnten wir einige Kilometer fahren. Das erste Training war enttäuschend, aber immerhin haben wir das Beste daraus gemacht. Es gab sehr wenig Grip und das Wasser stand an komischen Punkten. Besonders in Kurve eins muss es mehr Ablaufmöglichkeiten geben. Wir hatten zudem Probleme die Reifen auf Temperatur zu bekommen als die Strecke ganz nass war.

Felipe Massa: Wir konnten heute aufgrund des Regens am Nachmittag und wegen der Säuberungsaktion am Morgen nicht viele Runden fahren. In den wenigen Runden konnten wir die Strecke verstehen und wie es bei nassen Bedingungen ist, aber es ist schwierig zu sagen, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen. Morgen haben wir alle viel zu tun und wir müssen das Beste aus der letzten Trainingssession machen.

Felipe Nasr: Leider konnten wir aufgrund der Streckenverhältnisse sowie Wetterbedingungen in beiden freien Trainings unser geplantes Programm nicht abarbeiten. Nichtsdestotrotz fuhren wir heute Morgen ein paar Runden, um alle Systeme im Auto zu überprüfen. Morgen werden wir im dritten freien Training sicherlich ein straffes Programm haben, bestehend aus Short- und Longruns sowie Arbeiten an der Fahrzeugeinstellung.

Maldonado hofft auf einen dieselfreien Samstag - Foto: Sutton

Fernando Alonso: Wir hatten ein paar zusätzliche Dinge zu lernen. Erst hatte ich einen neuen Motor, dann bin ich im zweiten Training einen gebrauchten aus Suzuka gefahren. Aufgrund der neuen Teile habe ich jedoch 35 Strafplätze, daher müssen wir schauen, wie wir das beste aus dem Rennen machen. Es scheint für alle ein Ein-Stopp-Rennen zu werden, sodass wir in dieser Hinsicht nicht viel machen können.

Pastor Maldonado: Am morgen war es sehr rutschig wegen der Säuberungsaktion. Am Nachmittag war es dann wegen des Regens noch rutschiger. Daher hatten wir einen entspannten Tag und müssen morgen alles erledigen, denn dann soll das Wetter besser sein. Wir hoffen auf keine weiteren Diesel-Pfützen.

Daniil Kvyat: Es war kein nützlicher Freitag. Es war recht ruhig und ich bin nicht viele Runden gefahren. Im Nassen sind wir nur sechs Runden gefahren und daraus können wir keine Schlüsse ziehen. Ich hoffe, dass wir morgen früh einige gute Runden fahren können, denn es wird ein wichtiges drittes Training.

Roberto Merhi: Es ist gut, wieder im Auto zu sein, nicht so gut, die meiste Zeit in der Garage zu stehen. Es war heute morgen sehr rutschig und am Nachmittag zu nass, um irgendetwas zu gewinnen, daher gingen wir kein Risiko ein. Immerhin habe ich etwas Erfahrung auf der Strecke durch das erste Training im letzten Jahr und ich freue mich morgen mehr fahren zu können.

Grosjean genoss am Freitag das Catering - Foto: Sutton

Marcus Ericsson: Dieser Tag heute war alles andere als ideal. Heute Morgen konnte ich zwar einige Runden fahren, jedoch eher unter gemischten Streckenbedingungen – vereinzelt war es feucht und dann wieder trocken. Weil Diesel auf die Strecke geflossen war, konnte man in den betroffenen Kurven nur relativ langsam fahren. Am Ende des ersten freien Trainings hatte ich dann noch Schwierigkeiten mit der Kupplung, was dazu führte, dass ich unter den mehr oder weniger besten Streckenbedingungen nicht fahren konnte. Für das zweite freie Training liess sich dieses Problem beheben. Allerdings regnete es am Nachmittag. Da für das restliche Wochenende derzeit trockene Bedingungen vorhergesagt werden, entschieden wir für morgen Kilometer zu sparen und demnach nicht mehr zu fahren.

Will Stevens: Ich bin zum ersten Mal in Sochi, daher waren es nicht die besten Bedingungen, mich mit der Strecke vertraut zu machen. Wir sind jedoch alle im gleichen Boot, sodass alle Teams erst morgen wirklich ins Wochenende starten können. Es ist ein enges und kurviges Layout und ich freue mich bereits im dritten Training anzugreifen.

Romain Grosjean: Ich habe heute sehr wenig gelernt, außer, dass es schön ist eine warme Hospi mit gutem Catering zu haben. Morgens sollte ich Zuschauer sein, am Nachmittag meinte dann das Wetter, dass ich wieder Zuschauer sein soll. Unser Arbeitsaufwand wird morgen viel größer ausfallen als gewöhnlich, wir werden viel zu tun haben. Hoffentlich kriege ich dann ein paar Runden zusammen.

Jolyon Palmer: Es war gut, einen Eindruck vom Sochi Autodrom im F1-Auto zu bekommen, auch wenn unsere Session zerpflückt war. Es waren sehr schwierige Bedingungen, aber trotzdem wertvoll für mich.


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