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Formel 1

Schnelle Runde gleich schnelles Rennen - Räikkönen: Kein spezieller Quali-Modus bei Ferrari

Kimi Räikkönen wagt vor dem ersten Outing in Russland nur verhaltene Prognosen, plaudert in Sochi aber über interessante Fakten der Arbeitsweise Ferraris.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Wegen der in Russland wieder angesagten superweichen und weichen Reifen gilt Ferrari für das Rennwochenende in Sochi erneut als gefährlicher Mercedes-Jäger. Doch Kimi Räikkönen traut dem Braten nicht, bis er am Freitag seine ersten Runden im Sochi Autodrom gedreht hat. "Das ist ein ganz anderer Kurs als Singapur", sagt der Finne am Donnerstag angesprochen auf die Ferrari-Dominanz im Stadtstaat.

Klar ziehen wir die weicheren Reifen vor, wenngleich ich nicht glaube, dass das unsere Chancen großartig erhöht. Ich sehe nicht, dass wir hier viel stärker sein können als in anderen Rennen.
Kimi Räikkönen

"Im vergangenen Jahr hat sich das Verhalten von Kurs und Reifen hier recht komisch angefühlt. Es war schwer, sie zum Arbeiten zu bringen. Dafür haben sie lang gehalten. Jetzt sind es andere Mischungen, aber auch der Kurs ist nicht mehr neu. Das kann es auch verändern. Morgen wissen wir mehr", sagt Räikkönen. "Aber klar ziehen wir die weicheren Reifen vor, wenngleich ich nicht glaube, dass das unsere Chancen großartig erhöht. Ich sehe nicht, dass wir hier viel stärker sein können als in anderen Rennen. Aber es ist wie immer: Selbst die kleinsten Veränderungen können einen großen Unterschied machen."

Räikkönen: noch keine Strategie-Prognose für Russland GP

Sehr theoretisch also alles bisher. Auch nach der obligatorischen ersten Streckenbesichtigung am Freitag. Dasselbe gilt dementsprechend auch für die Frage, inwiefern in Sochi der Fokus auf einem starken Qualifying liegen sollte, falls es im Rennen erneut kaum strategische Optionen geben sollte wie im Vorjahr. "Ich weiß noch nicht, was mit den Reifen ist und wie viele Stopps wir machen. Ab er es ist immer wichtig ein gutes Qualifying zu haben, weil es das Rennen einfacher macht", sagt Räikkönen.

Was auf einer Runde schnell ist, ist bei uns gewöhnlich auch im Rennen schnell.
Kimi Räikkönen

Allerdings gebe es bei Ferrari ohnehin keine Spezial-Einstellung, die den SF15-T mehr auf Qualifying-Modus trimmt, denn auf Rennabstimmung. "Bei uns ist es dasselbe Setup. Wir machen da keine spezifische Dinge für eine schnelle Runde und für das Rennen. Was auf einer Runde schnell ist, ist bei uns gewöhnlich auch im Rennen schnell", enthüllt der Iceman.

Großes Lob von Iceman Kimi Räikkönen für sein Ferrari-Team - Foto: Sutton

Räikkönen lobt Ferrari-Crew für Rekord-Stopp

Ebenfalls schnell waren bei der Scuderia zuletzt die Boxenmechniker. Beim Japan GP stellte Räikkönen Ferrari-Mannschaft einen neuen Rekord auf: In 1,85 Sekunden fertigen sie den Finnen ab. Der habe davon allerdings nichts gemerkt. "Ich kann nicht spüren, ob es ein schneller oder schlechter Stopp ist. Das war auf jeden Fall ein sehr guter Job von den Jungs da letztes Mal. Ich denke es war toll, dass wir da durch unsere Kombination von Inlap, Outlap und Pitstopp eine Position gewonnen haben. Denn das ist der einfachste Weg, um jemanden zu überholen", lobt Räikkönen.

Ich kann nicht spüren, ob es ein schneller oder schlechter Stopp ist.
Kimi Räikkönen

Doch eine Ansage schickt er gleich hinterher - immerhin geht bei Ferrari noch immer das eine oder andere mal etwas schief: "Aber wir wollen es natürlich immer besser machen und vor allem konstant schnell sein. Es bringt nichts, wenn der nächste schlecht ist."


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